Im Moment sind weltweit etwa 122 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie noch nie. Wie privilegiert sind wir doch, dass wir uns nur vor der Hitze in die Badi flüchten müssen … Über dreissig Leute sprangen jedoch nicht ins kühle Nass, sondern in den überdachten «Badi-Kiosk» von Costas Thessaloniki. Hier wurden sie vom Kirchenrat und dann von Dominik Berchten am Keyboard musikalisch begrüsst. Nach dem Eingangslied «Geh aus mein Herz» richtete Pfarrer Missal den Fokus auf die in der Bibel erwähnten Flüchtlinge wie Kain, Jakob, Mose, David sowie Jesus mit Maria und Josef. Im 16. Jahrhundert war auch Reformator Johannes Calvin auf der Flucht.
Eindrücke vom Leben in der christlichen Urgemeinde vermittelt uns die Apostelgeschichte des Lukas. Jesus hat nicht danach geschaut, was es für Vorschriften und Gesetze gibt. Jesus hat gefragt, was denn Gottes Wille ist. Er sprach die Armen, Kranken, Verfolgten und Hungernden selig und sagte: «In diesen begegnet ihr mir und was ihr ihnen Gutes tut, das tut ihr mir.» Damit hat Jesu eine neue Kultur geschaffen und daran festgehalten. Das war – und ist auch heute noch – wichtig in einer Zeit der Verrohung und Abgebrühtheit. «Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausschliessen, beschimpfen und euern Namen in den Dreck ziehen um des Menschensohns willen.» Es sind Worte von Jesus, die nicht in unsere Zeit passen wollen, mit denen man anscheinend keine Politik machen kann und die darauf hinweisen, was die Welt zurzeit braucht: Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit.
Mit dem Aufruf zur HEKS-Spende und einem feinen «Badi-Kiosk»-Apéro endete der warme und mitmenschliche Badi-Gottesdienst.








