Verweilen, Tafeln, Verwöhnen – der Kulturverein Glarus Süd lud ein

Die Verantwortlichen des Kulturvereins Glarus Süd luden auf den vergangenen 4. Advent jene Senioren zum Verweilen ins Gemeindezentrum Schwanden ein, die gemütliche Gespräche, Erzählungen, Musik und bodenständig Kulinarisches schätzen. Man brauchte sich nicht mal anzumelden, so oder so war man spürbar herzlich willkommen. Wer nicht so gut zu Fuss war, wurde am jeweiligen Wohnort sogar abgeholt.




Und es kamen viele, die sich an den liebevoll gedeckten Tischen niederliessen, den grossen, noch von einem anderen Anlass stammenden Weihnachtsbaum bestaunten und um die Mittagsstunde von Ruth Tüscher, Präsidentin des Kulturvereins Glarus Süd, herzlich willkommen geheissen wurden. Wenig später waren die angeregten Gespräche zu unterbrechen, weil die von Carmen und Markus Zünd zubereitete Gerstensuppe aufgetischt wurde. Die Verantwortlichen des Kulturvereins – so schien es – waren beinahe Vollprofis beim Servieren, Erfüllen des einen oder anderen Wunsches und dem Austausch freundschaftlicher Bemerkungen. Allen schmeckte es vorzüglich.

Dann waren das Männergesangsensemble Impuls aus Nidfurn unter Leitung von Marcel Frischknecht und der Klavierbegleitung durch Dominik Berchten bereit für seinen ersten Auftritt. Melodien aus verschiedenen Landsteilen klangen auf. Bekanntes und Vertrautes nahmen die gegen hundert Geniessenden gerne auf. Die jeweiligen Titel wurden durch den musikalischen Leiter angesagt.

Pfarrerin Almut Neumann sprach in Vertretung von Pfarrer Hans-Walter Hoppensack von zwei Wanderern, die sich irgendwo im Freien begegnet waren. Einer trug einen gar schweren Rucksack mit noch unbekanntem Inhalt. Der andere Mann wollte wissen, was denn drin sei. Die Rede kam auf gar viel Schweres, Belastendes, was zum Leben zuweilen gehört. Im Verlaufe der gemeinsamen Wanderung schilderte der schwer Beladene, was ihn nicht loslassen wolle. Er erfuhr Verständnis, willkommene Hilfe von seinem Partner, der so leichtfüssig dahinschritt. Es gehört zuweilen zur Weihnachtszeit, dass sich vieles zum Besseren wendet, dass sich unerwartete Lösungen ergeben. Wohl aus diesem Grunde ergab sich die Wendung zu Besserem, Hellem und Leichtem.

Nach weiteren Liedgaben samt Zugabe erfuhren die Gäste, wie sich Kinder eine echte Grossmutter vorstellen und weshalb sogar der störrischste aller Esel sich zu Besserem bekehrte und von trüben Gedanken und leicht dummem Getue Abstand nahm. Diese heiteren Gedanken wurden mit grossem Schmunzeln zur Kenntnis genommen.

Und zum krönenden Abschluss dieses geselligen, mit viel Sorgfalt vorbereiteten Verweilens wurde ein riesig leckerer Kuchen aufgetischt und samt Kaffee genossen.

Dem gastgebenden Kulturverein darf für dieses nicht selbstverständliche Engagement ganz herzlich gedankt werden.