Vielseitiges Kinoerlebnis im Wortreich

Am Samstagnachmittag, 28. März 2015, um 16.30 Uhr zappelt der «Kleine Zappelphilipp» alias Bram über die Leinwand des Kinderkinos. Am Samstagabend, gleichentags, um 20.30 Uhr schauen wir gebannt «Timbuktu», den für den Oscar nominierten Film aus Mali, in welchem es Regisseur Abderrahmane Sissako auf bewegende Weise schafft, dem grassierenden Fundamentalismus auf sanfte Art ein zutiefst menschliches Filmgedicht entgegenzuhalten. Am Montag, 30. März 2015, um 14.30 Uhr wird ein anregendes und nachhaltiges Filmporträt für Jung und Alt gezeigt: «Yalom’s Cure»!



«Der kleine Zappelphilipp»: Bram ist sieben Jahre alt und ein aufgeweckter Beobachter. Interessiert an allerlei grossen und kleinen Dingen, die um ihn herum passieren. Er kann es kaum erwarten, in die erste Klasse zu kommen. Mit Herrn Fisch trifft er dort allerdings auf einen Lehrer, der so gar nicht seinen Erwartungen an die Schule entspricht. Er ist streng und interessiert sich keinen Deut dafür, warum Bram ständig herumzappelt, verträumt aus dem Fenster guckt und sich nicht aufs Lernen konzentrieren kann. Brams Eltern sorgen sich um das Wohl ihres Kindes und wissen bald nicht mehr weiter. Als sich Herr Fisch ein Bein bricht, nehmen die Dinge eine überraschende Wendung ...

«Timbuktu»: Die von Mythen umwobene malische Stadt Timbuktu wird von Dschihadisten übernommen, die ihre Regeln der Bevölkerung aufzwingen wollen. Die Beduinen-Familie von Kidane lebt friedlich in ihrem Zelt, bis ein Zwist mit dem Fischer Amabou alles durcheinander bringt. Regisseur Abderrahmane Sissako ist in Bamako (Mali) aufgewachsen und hat dort zuletzt im Hof seines Vaterhauses den Spielfilm «Bamako» gedreht. Zu den Glanzpunkten dieses federleicht wirkenden Films über die Tragödie religiösen Fundamentalismus gehört ein Fussballspiel ohne Ball. Er erzählt in stillen Bildern und einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorheben.

«Yalom’s Cure»: Irvin D. Yalom, Bestseller-Autor und populärer Wissenschafter, ist einer der einflussreichsten lebenden Psychotherapeuten. Er hat weltweit Millionen von Büchern verkauft, Kritiker beschreiben ihn als bewusstseinsverändernd, erstaunlich, inspirierend, fesselnd und lebensverändernd. «Und Nietzsche weinte» war ein Bestseller in Deutschland, Israel, Griechenland, Türkei, Holland, Argentinien und Brasilien. Sein Werk betont den Wert von Beziehungen und dreht sich um die Frage, wie Therapie funktioniert. Der Film «Yalom's Cure» bietet mehr als eine klassische Biografie: Yalom nimmt das Publikum mit auf eine existenzielle Reise durch die vielen Schichten der menschlichen Psyche.