Vier Fragen an den Regierungsratskandidaten Werner Hösli (SVP)

Im Vorfeld der kommenden Regierungsratswahlen vom 6. April hat glarus24.ch den vier Kandidaten vier gleichlautende Fragen gestellt. In den nächsten Tagen werden nun die Antworten der Kandidaten bei glarus24 veröffentlicht. Gestartet wird mit Werner Hösli (SVP), es folgen Heinz Hürzeler (EDU), Franz Landolt (unabhängig) und Andrea Bettiga (FDP).




glarus24: Aus welchen Gründen sollen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sie in den Regierungsrat wählen und welches Departement würden Sie gerne übernehmen?


Werner Hösli: Aufgrund meiner Herkunft, des beruflichen Werdeganges und der langjährigen politischen Tätigkeiten mit Führungsverantwortung decke ich ein sehr breites Spektrum ab. Zudem bin ich Bewohner von Glarus Süd, einer Region also, die nicht mehr im Regierungsrat vertreten ist. Ich habe keine Präferenzen für die Übernahme eines bestimmten Departementes. Mein Ziel ist es, mich gut in das mir bei einer allfälligen Wahl zugeteilte Departement einzuarbeiten und dies gewissenhaft und teamorientiert zu führen.


glarus24: Der Kanton erhält in naher Zukunft viel Geld aus den Goldreserven, dem nationalen Finanzausgleich und dem Projekt Linthal 2015. Wie würden sie diese Gelder am Besten einsetzen?


Werner Hösli: Die 72 Millionen Kantonsanteil vom Golderlös sind bereits 2005 geflossen und wurden zum Schuldenabbau verwendet, sodass wieder ein positives Eigenkapital ausgewiesen werden konnte. Der nationale Finanzausgleich wird in den kommenden Jahren die Staatsrechnung positiv beeinflussen. Dies ist für dringend notwendige Steuerreduktionen zu nutzen, ohne den Steuerwettbewerb anzuheizen. Die Förderung des öffentlichen Verkehrs ist gerade auch für Randregionen wichtig und im Familienbereich sind ergänzende Angebote in Abgleichung mit den Gemeinden gezielt zu rüfen. Ein Teil der Mittel von Linthal 2015 ist für die notwendigen Umfahrungsstrassen, Stichstrassen und Strassenspangen gemäss dem kantonalen Sachplan Verkehr zu verwenden. Wichtig ist mir auch die Förderung von volkswirtschaftlich zukunftsträchtigen Projekten, damit Lehr- und Arbeitsstellen geschaffen werden könnten.


glarus24:
Welche Entwicklungen im Tourismus sollen im Glarnerland angestrebt werden?


Werner Hösli: Bei der Hotellerie ist im Kanton grosser Nachholbedarf. Moderne Hotels mit grossem Eigenangebot im Wellness- und Sportbereich wären dringend nötig. In Ergänzung zu den jetzt schon vorhandenen Angeboten ergäbe das gute Synergien, welche allen nützen und für weitere neue Angebote Impuls geben könnte.


glarus24:
Was ist Ihre Meinung zum Thema allgemeines Rauchverbot ?


Werner Hösli: Die ständerätliche Meinung auf Rauchfreiheit in jeglichen Dorfrestaurants und unabhängig deren baulichen Möglichkeiten empfinde ich als zu eng und der dörflichen Kultur unter Umständen abträglich. Ich bin da auch als Nichtraucher eher auf der Linie des Nationalrates, der zwar die Rauchfreiheit in öffentlichen Gebäuden ebenfalls vertritt, aber bei den Dorfrestaurants unter gewissen Voraussetzungen Ausnahmen zulässt. Generell denke ich würde hier der Markt entsprechende Zeichen setzen.