«Gerechnet haben wir mit 1200 Besucherinnen und Besuchern», sagt Johannes M. Trümpy, CEO der GESKA AG. «Es freut uns sehr, dass nun über 2000 Personen den Tag der offenen Tür genutzt haben.» Fast aus der ganzen Schweiz waren Interessierte angereist. Ein Besucher kam extra aus Neuenburg – er war sogar der Erste. Aber auch Leute aus dem Berner Oberland, Freiburg, Basel und der Ostschweiz liessen es sich nicht nehmen, direkt vor Ort mehr über das traditionsreiche und zugleich moderne Markenprodukt zu erfahren.
Neues Besucherzentrum
Ein Highlight waren die neuen Anlagen der Glarner Milch AG. Sie wurden in das bis anhin alleine von der GESKA genutzte Produktionsgebäude integriert. «Durch den Standort der neuen Rohzigerproduktion im gleichen Gebäude wie die Schabzigerfabrik, können wir die Synergien mit den beiden Firmen maximal ausschöpfen», so Mathias Zobrist, Projektleiter der Glarner Milch AG. Zum Neubau gehört auch ein modernes Besucherzentrum. «Die Anlagen sind so konstruiert, dass Besucher einen direkten Einblick in alle Schritte der Schabzigerproduktion erhalten. Das macht die Herstellung des Glarner Schabzigers besonders erlebbar», sagt Zobrist.
Wettbewerb mit tollen Preisen
Alle fünf Minuten konnte eine Besuchergruppe eingelassen und zu fünf verschiedenen Stationen geleitet werden. Dort lernten sie die modernen Produktionsanlagen aus nächster Nähe kennen. Ihr Wissen über den würzigsten Käse der Schweiz konnten die Gäste auch im Wettbewerb unter Beweis stellen, wo Fragen zum Schabziger gestellt wurden. Zu gewinnen gab es eine Woche Ferien im «Märchenhotel Bellevue» in Braunwald, einen 45-minütigen Alpenrundflug und ein Nachtessen im Hotel Schwert in Netstal. Für feines Essen am Tag der offenen Tür sorgte der «Club Kochender Männer Oberurnen». Die Besucherinnen und Besucher konnten sich gratis mit Schabzigerhöreli und Apfelmues verköstigen. «Die Besucher waren vom Essen und vom ganzen Anlass begeistert», bilanziert ein zufriedener Trümpy. Er wertet den Tag der offenen Tür als «Grosserfolg». Wer noch mehr Schabziger erleben wollte, konnte das 144-seitige Jubiläumsbuch über die Geschichte und Rezepte des Glarner Schabzigers kaufen. Verfasst wurde es vom Historiker Beat Frei und Erika Lüscher. Erhältlich waren auch die Jubiläumsplakate des Glarner Künstlers Dafi Kühne.
Glarner Milch AG – ein Kooperationsprojekt mit Zukunft
Die Milchproduzentengenossenschaft Glarus und Umgebung (MPG) und die Glarner Schabzigerfabrik GESKA AG gründeten im Mai 2009 gemeinsam die Glarner Milch AG. Um die stetig steigenden Qualitätsanforderungen an den Rohziger garantieren zu können sowie die notwendige Kapazitätserweiterung und eine Effizienzsteigerung zu erreichen, entstand in den vergangenen Monaten eine Neuinstallation mit modernsten Produktionsanlagen. Darin sind die Milchannahme, die Rohzigerproduktion, die Rohzigerreifung und die neu installierten Schabzigerproduktionsanlagen untergebracht, die nach den höchsten internationalen Lebensmittelstandards effizient und besonders ökologisch erfolgen. Insgesamt wurden 9,1 Millionen Franken für die nachhaltige Produktion von Rohziger und Schabzigerprodukten investiert (Glarner Milch AG: 6,9 Mio. / GESKA AG: 2,2 Mio.). Bund und Kanton engagierten sich im Rahmen der Regional-Strukturmassnahme «Chäs & Ziger» mit 2,7 Millionen Franken für das Projekt.
Die Stunden vor dem Brand von Glarus






