Vom Seniorensessel auf die Bühne: DJ «Vikti» spielt seine Weihnachtssongs

Er könnte auch Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte über seinen Röhrenbildschirm flimmern lassen und dabei unter der Heizdecke gemütlich Jagertee schlürfen. Er könnte den mittelmässig auswendig gelernten Gedichten seiner rotzfrechen Enkelkinder lauschen und ihnen Zehnernötli zustecken.



Doch so einer ist Viktor nicht. Der rüstige Mittsechziger lässt auch an Heiligabend seinen Seniorensessel in der Abstellkammer und krempelt stattdessen seine Ärmel hoch. Denn wer DJ «Vikti» kennt, der weiss: Es wird heiss. Mister Ostschweiz 1964 kommt nämlich mächtig ins Schwitzen, wenn er seine Plattenteller schwingt und dabei David Guetta und Calvin Harris dumm aus der Wäsche gucken lässt. Wer’s nicht glaubt, kann Vikti ab 22.30 Uhr auf Herz, Niere und was es sonst noch gibt, prüfen.

Jedoch ist auch Vikti ein alter Weihnachtsromantiker und würde nie mit leeren Händen an einer Weihnachtsparty auftauchen. Viktis Bescherung in Form von auserlesenen, ohrenschmeichelnden Songs lässt an diesem Abend alle geschenkten Breitling-Uhren und Manschettenknöpfe vergessen.

Und wer jetzt trotz des Star-DJs noch immer etwas vermisst, kann sich getrost als treue Veka-Weihnachtspartymaus bezeichnen. Denn: Was wäre die Veka-Weihnacht ohne den monströsen, prall gefüllten, grinch-grün leuchtenden Christbaum? Dazu noch ganz viel Bling-Bling, Herzenswärme und Viktis Zwischenrufe in betörendem Ostschweizer Dialekt. Bei solchen Aussichten verzichtet man doch gerne auf den Nachschlag Christstollen und sattelt stattdessen den guten alten Rudolf in Richtung Veka.