Von Bronze zu Gold – Lio Wickihalder ist Luftgewehr-Schweizermeister

Die Glarner Sportschützen haben einen neuen Schweizermeister mit dem Luftgewehr. Lio Wickihalder sicherte sich nach letztjähriger Bronze-, nun die Goldmedaille. Sandra Monney gewann ein Diplom bei den Seniorinnen.



Der strahlende Schweizermeister: Lio Wickihalder aus Mitlödi schoss sich zu Gold. (Bild: zvg)
Der strahlende Schweizermeister: Lio Wickihalder aus Mitlödi schoss sich zu Gold. (Bild: zvg)

Das Highlight kommt bekanntlich immer zum Schluss. So war es auch beim Glarner Nachwuchs-Aushängeschild Lio Wickihalder. Bei der Europameisterschaft konnte der Mitlödner vor Wochen nicht mit der Spitze mithalten, doch auf nationalem Niveau mischt der Glarner ganz vorne mit. Bereits letztes Jahr reiste er mit einer Bronzemedaille von der Luftgewehr-Schweizermeisterschaft nach Hause.

Bronzene nun vergoldet

Die 60 Schüsse umfassende Qualifikation lief ihm nicht nach Wunsch. Mit 610,1 Punkten blieb der Glarner Sportschütze weit unter seinen Möglichkeiten. Da die Konkurrenz jedoch auch haderte, qualifizierte er sich als Fünfter für den Finaldurchgang der besten acht. Im kommandierten Final zeigte der Kantonsschüler am Anfang bei den Fünferserien Nerven. Mit 100,3 Punkten lag er nach zehn Schuss auf dem dritten Rang. Nach den ersten Einzelschüssen rutschte er gar weiter zurück, ehe er sich fing und aufdrehte. Während die Konkurrenz patzte, reihte er Zehner an Zehner. Nach 18 Schüssen war er zurück auf Rang drei. Zu diesem Zeitpunkt lag er bereits 3,1 Punkte hinter seinem Nationalmannschaftskollegen Dorian Saillen. Der Walliser konnte seine Führung zwar verteidigen, doch die Differenz schwand mit jedem weiteren Schuss. Wickihalder blies zur Aufholjagd. Nach 22 Treffern waren nur noch der Glarner und der Walliser im Rennen – die Differenz betrug gerade mal 0,4 Ringe zugunsten von Saillen. Während Wickihalder's Konkurrent eine 9,8 schoss, überholte ihn der Glarner mit einer 10,6. Wickihalder lag nun vier Zehntel vor seinem Kollegen und bewies Nervenstärke. Der Glarner schloss den Final mit 10,5:10,1 Zählern ab. Dadurch durfte er sich mit 245,2 Punkten, mit acht Zehntel Vorsprung, als Schweizermeister U21 feiern lassen. Rang 3 ging an den Urner Carlo Wipfli.

Final deutlich verpasst

Die wohl grösste Überraschung lieferte Corinne Jöhl. Die Nordglarnerin, die zu den Titelanwärterinnen oder zumindest zu den Favoritinnen gehörte, lieferte am wichtigen Tag nicht ab. Mit 615,0 Punkten schoss die Glarnerin zwar ein gutes Ergebnis, doch für ihr Können blieb sie eindeutig unter den Erwartungen. Nachdem sie mit 101,4 Punkten verhalten startete, steigerte sie sich auf 104,4 Punkte. Dieses Hoch wurde mit 99,6 Ringen abrupt gebremst. Ihre Hypothek war auch mit guten Passen nicht mehr wettzumachen. Zum Ende fehlten ihr 5,9 Punkte für den Finaleinzug. Auch Gina Landolt verpasste bei den Damen mit 611,9 Ringen auf Rang 23 den Final. Lediglich zwei Zähler fehlten Michael Köppel (618,1) bei den Männern. Silvan Lendi (613,9) Rang 18 und Philipp Landolt (607,1) Rang 23 komplettierten das Elitefeld.

Diplom für Sandra Monney

Keine Medaille, dafür ein Diplom gab es für die Neo-Glarnerin Sandra Monney. Mit 602,6 Punkten schoss sie sich als Siebte in den Final der gemischten Seniorenkategorie. Dort machte sie einen Rang gut und beendete den Finaldurchgang mit 157,1 Ringen und dem Gewinn eines Diploms. Der Titel ging an Silvia Guignard aus Zürich mit 246,9 Punkten.