«Von der Linth durch die Stadt zum Glärnisch» – die Glarner Innenstadt gibt sich eine Vision

Im Rahmen des durch die Gemeinde initiierten Prozesses zur Innenstadtentwicklung wurde in den letzten neun Monaten intensiv an der Nutzungsstrategie und konkreten Massnahmen gearbeitet. Gestern Abend hat die Machergruppe vor rund 100 Anwesenden die Vision zur Glarner Innenstadt vorgestellt.




Eigens kreiertes Leporello zeigt Vision und Massnahmen

«Von der Linth durch die Stadt zum Glärnisch» – so lautet die Vision, die die Machergruppe des Projektes «Zukunft Innenstadt» am Abend des 30. Mai, einem interessierten Publikum von rund 100 Anwesenden in der Aula der Kantonsschule Glarus vorgestellt hat. Zur Veranschaulichung dieser Vision hat die Machergruppe eigens ein Leporello kreiert, welches eine aussergewöhnliche Bildwelt zeigt und 14 Massnahmen zur Realisierung der Vision beschreibt.

Entwicklung quer zum Tal hin zur Mehrdimensionalität

Mittels breit angelegten Umfragen bei Detaillisten und Liegenschaftseigentümern, verschiedenen Workshops und Einzelgesprächen sowie der Aufarbeitung des vorhandenen Datenmaterials ist in den letzten Monaten eine Nutzungsstrategie für die Glarner Innenstadt erarbeitet worden, welche schliesslich am 25. April 2018 durch die Machergruppe diskutiert und verabschiedet wurde. Kern dieser Nutzungsstrategie ist eine gänzlich neue Blickrichtung – Glarus soll sich in Ost-West-Richtung entwickeln, von der Linth durch die Stadt zum Glärnisch. Dabei sollen Plätze aufgewertet, die Kantonsstrasse attraktiver gestaltet, touristische Frequenzen der Umgebung für die Innenstadt nutzbar gemacht, Altstadtwohnungen und Aussenräume wertig renoviert, die Linth zugänglich gemacht und Einkaufs-, Begegnungs- und Gastronomieerlebnisse geschaffen werden. Damit soll die Glarner Innenstadt in den nächsten zehn Jahren einen neuen Nutzen erhalten. Sie entwickelt sich zu einer Innenstadt mit Mehrdimensionalität und ist Ort des Begegnens, des Wohnens und des (Einkaufs-)-Erlebnisses.

«Die Zeit ist reif – packen wir's an!»

«Glarus hat grosses Potenzial. Wir haben von Anfang an bei all unseren Kontakten und Gesprächen mit lokalen Akteuren sehr viel Energie und Dynamik wahrgenommen. Um diese Energie freizusetzen, braucht Glarus eine Vision. Diese Vision ist nun vorhanden und ebenso klar wie einzigartig», ist Dani Bauer, Experte des Netzwerk Altstadt, überzeugt. Gemeinsam mit Christof Tscharland hat das Expertenduo, welches viel Erfahrung im Begleiten von Gemeinden und Städten im Strukturwandel mitbringt, den Prozess im Projekt «Zukunft Innenstadt» während den letzten zwei Jahren intensiv begleitet und ist dabei zum Schluss gekommen, dass die Ausgangslage für die nun bevorstehende Umsetzungsphase besser nicht sein könnte. Gemeindepräsident Christian Marti richtete sich an die Anwesenden der öffentlichen Informationsveranstaltung zum Abschluss denn auch wie folgt: «Der bisherige Prozess hat eine ausgesprochen positive Stimmung ausgelöst. Der Wille und das Bekenntnis zur Zusammenarbeit sind deutlich spürbar. Die Zeichen stehen auf grün, bringen wir unsere PS nun auf die Strasse!» Auch der Gemeinderat Glarus kommt zu diesem Schluss – er hat sich über die Nutzungsstrategie informieren lassen, stützt diese und hat den Startschuss zur Umsetzung erteilt.

Die Machergruppe als breit abgestütztes Gremium aus Detaillisten, Gastronomen, Eigentümern, Einwohnern, Kantons- und Gemeindevertretern ist nach dem Motto «die Zeit ist reif, packen wir's an!» überzeugt, dass gemeinsam viel für Glarus erreicht werden kann. Der Prozess zur Definition einer geeigneten Umsetzungsorganisation läuft bereits auf Hochtouren.

Weitere Informationen zum Projekt «Zukunft Innenstadt» sowie ein Bestellformular für das Leporello zur Vision sind unter www.gemeinde.glarus.ch/xml_1/internet/de/application/d168/d1140/d1191/f1141.cfm respektive www.gemeinde.glarus.ch, Schnelleinstieg «Projekt Zukunft Innenstadt», abrufbar.