Jedes Jahr beschäftigen sich die Gymnasiasten im vorletzten Maturajahr über eine längere Zeitdauer mit einem selbst gewählten Thema. Am 10. Januar hatten alle MaturantenInnen die Möglichkeit, ihre Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die Leistung wird gewürdigt
Eine unabhängige Jury bewertete alle Arbeiten und entschied, welche zum Schluss auch prämiert werden. Von den acht ausgezeichneten Arbeiten wurden am letzten Donnerstag sechs in der Aula der Kantonsschule vorgestellte. Diese Arbeiten stellen die Spitze eines Eisberges dar, welcher sich allgemein durch eine sehr hohe Qualität auszeichnet. Es ist faszinierend zu beobachten, mit welcher Hingabe sich die SchülerInnen ihren Maturaarbeiten widmen. Aber auch der Unterstützung durch die LehrerInnen, hinzugezogenen Fachpersonen, der Familie und zahlreichen Helfern gebührt ein grosses Lob. Einen noch höheren Stellenwert erhalten diese Arbeit, wenn man bedenkt, dass die Maturaarbeit bisher keinen Einfluss auf das Bestehen der Matura hat. Rektor, Peter Aebli, versicherte aber, dass dies in den kommenden Jahren geändert werden soll und so die Leistungen der SchülerInnen entsprechend gewürdigt werden.
Präsentationen über Tierhalter oder Fussball
Die verschiedenen Arbeiten konnten sich aufgrund der vielfältigen Themen kaum deutlicher unterscheiden. Gemeinsam war ihnen aber allen, die akribische Arbeit und das spürbare Herzblut, welches in den Arbeiten steckte. Karin Weibel beschäftigte sich in ihrer Arbeit über das Verhalten von Tierhaltern gegenüber dem Tod ihrer Nutztiere. Sie interessierte vor allem die Problematik, dass sich über die Jahre zwischen Mensch und Tier eine Beziehung entwickelt obwohl von Beginn an klar ist, dass das Tier aus ökonomischen Gründen sterben muss. Ein im Hinblick auf aktuelle Geschehnisse brisantes Thema hatte sich Andrea Jud ausgesucht. Die Ausschreitungen in Italien aber auch in der Schweiz haben deutlich gezeigt, dass Fussball für viele weit mehr ist als nur ein Spiel. Ob und wieweit Fussball etwas mit Religion zu tun hat, oder vielleicht sogar eine Art Ersatzreligion darstellt, ging sie in ihrer Arbeit nach. Allen Nachtschwärmern im Kanton dürfte aufgefallen sein, dass das Ausgangsangebot im Glarnerland ziemlich überschaubar ist. In ihrer Maturaarbeit projektierten Natalina Baumann, Rahel Wild und Livia Ruggle eine neue Location für Partys und den Ausgang: das Expedition. Neben dem Standort und der Einrichtung planten sie sogar die Werbekampagne für die Eröffnung und weiteren Events.
Weitere Themen über Teslagenerator oder Tanz
Wie die Natur und die Mathematik in Beziehung stehen zeigte die Arbeit von Nadine Spielmann. Sie versuchte natürliche Erscheinungen – wie zum Beispiel ein Schneckenhaus – durch mathematische Gleichungen zu erklären und diese graphisch darzustellen. Dass Maturaabreiten am Ende mehr Ergebnisse aufweisen, als „nur“ viele gebundene Seiten, zeigten die beiden letzten Arbeiten. Sebastian Leinert und Jürg Rast entwickelten einen Teslagenerator, dessen Leistungsfähigkeit mit zuckenden Blitzen und leuchtenden Lampen deutlich demonstrierten. Wie könnte man eine Arbeit über einen Tanz besser einleiten, als mit einem flotten Salsa. Mit dieser Darbietung zeigte Alessia Lo Faro anschaulich, womit sie sich in ihrer Arbeit beschäftigt hatte. Sie kombinierte Elemente vom Salsa’s mit solchen des Jazz Dance und des HipHop. Ihre Arbeit mündete sogar in einem Tanzvideo, in dem sie zusätzlich Schnitt- und Filmbearbeitungstechniken erlernte.
Abgerundet wurde der Anlass durch Ausschnitte aus der Hilber-Messe vorgetragen vom Chor der Klassen 4H und 5G und mit dem abschliessenden Apero.
Zwei Glarner und zwei Titelhalter in der Pole-Position am diesjährigen 30. GLKB Tennis Open





