Ziel des Gesetzgebers ist, nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit zusammen mit der ersten Säule ein Renteneinkommen von 60 Prozent des früheren Gehalts zu gewährleisten. Allerdings sind Parlament und Bundesrat in den nächsten Jahren gefordert, sich ernsthaft um die in der Bundesverfassung festgehaltenen Leistungen zu kümmern. Die Fortführung des gewohnten Lebensstandards ist nur durch einen zusätzlichen Sparprozess in der freiwilligen dritten Säule gewährleistet. Je mehr jemand verdient, desto grösser wird die Differenz zwischen Erwerbs- und Ruhestandseinkommen, sofern der Arbeitgeber nicht eine gut ausgebaute überobligatorische Pensionskasse anbietet.
Demografische und wirtschaftliche Entwicklung
Das System unserer Altersvorsorge wird von drei Faktoren beeinflusst: Der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie dem gesellschaftlichen Wandel, der sich in neuen Familien- und Arbeitsmodellen niederschlägt. Seit über 20 Jahren wird über die Bevölkerungsentwicklung und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge diskutiert. Heutzutage sind rund 21 Prozent der Schweizer Bevölkerung unter 20-jährig, hingegen befinden sich bereits über 16 Prozent im Rentenalter. Da weder ein Babyboom noch eine derart hohe Migration zu erwarten sind, die zu einer Kehrtwende beim Verhältnis Erwerbstätiger gegenüber Nichterwerbstätigen führen könnte, spielt die wirtschaftliche Entwicklung eine entscheidende Rolle. Ein kräftiges und vor allem nachhaltiges Wirtschaftswachstum führt zu einer soliden Beschäftigungslage und zu entsprechend hohen Lohnsummen. Diese sind letztlich entscheidend für die Lohnprozente, welche an die AHV fliessen.
Steigende Bedeutung der privaten Vorsorge
Viele sehen in der Säule 3a vor allem ein Instrument zum Steuern sparen, was oft erst mit zunehmendem Alter und steigendem Einkommen zum Thema wird. Mit der Säule 3a kann eine Steuerminderung von rund 30 Prozent des einbezahlten Betrags erzielt werden, was beim aktuellen jährlichen Maximalbetrag von 6566 Franken (angestellte Person mit Pensionskasse) knapp 2000 Franken bedeutet. Es empfiehlt sich, mehrere Säule 3a-Konten zu äufnen und diese in den fünf Jahren bis zum Rentenalter gestaffelt auszahlen zu lassen, was in den meisten Kantonen zu einer deutlichen Senkung der einmaligen Kapitalsteuer führt. Die Säule 3a eignet sich jedoch keinesfalls nur für ältere und gut verdienende Erwerbstätige, denn durch einen früh begonnenen Sparprozess kann man vom Zinseszins-Effekt profitieren: Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 2 Prozent lässt sich mit einer jährlichen Einzahlung von 6500 Franken zwischen Alter 35 und 65 ein Kapital von über 270 000 Franken ansparen. Wer erst mit 45 Jahren auf den Geschmack kommt, erzielt bloss noch 164 000 Franken. Besuchen Sie Ihre Raiffeisenbank, um noch dieses Jahr von den attraktiven Steuerersparnissen profitieren zu können. Unsere Kundenberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie auch auf www.raiffeisen.ch/vorsorgen.
Verkehrsunfall in Niederurnen



