Im durch die Landfrauen Mollis wiederum bunt, frühlingshaft und professionell geschmückten «Adler»-Saal in Schwanden begrüsste Co-Präsidentin Caroline Schiesser zahlreiche Landfrauen und Gäste.
Der Rückblick ihrer Präsidentenkollegin Monika Dürst zeigte erneut den grossen Einsatz der Bäuerinnen im Kanton auf. So wurden beispielsweise an der Glarner Herbstviehschau nebst weiterem Gebackenen 70 selbstgemachte Zöpfe verkauft, mehrere Hochzeitsapéros durchgeführt und vor allem das ESAF 2025 tatkräftig unterstützt.
Wiederwahl
Auch für 2026 zeichnet sich ein attraktives Programm ab, darunter Frühlings- und Adventsausflüge oder ein Informationsnachmittag zum Thema Burnout.
Caroline Schiesser und Monika Dürst stellten sich erneut für das Co-Präsidium zur Wahl und wurden, wie der gesamte bestehende Vorstand, wiedergewählt. Weiterhin vakant bleibt, trotz dem spontanen Aufruf im Saal, ein Vorstandsitz.
SBLV
Vom gesamtschweizerischen Verband sprach Vorstandsmitglied Sabine Bosshard zu den Frauen. «Ein Pfeiler der schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauen ist die Ernährung und Hauswirtschaft», zeigt Bosshard auf. Als Hauswirtschaftslehrerin merkte sie immer mehr, wie Wissen verloren gehen und betont die Wichtigkeit von zuverlässigen Quellen. Im Weiteren werden Information und ein Netzwerk zum Thema Burnout geboten, die politische Einflussnahme der Frauen gefördert und die höhere Bildung der Bäuerin stets weiterentwickelt. «Wer die Fachprüfung Bäuerin absolviert, ist im Stand, auf Augenhöhe zum Betriebsleiter einen Betrieb zu führen», erklärt Sabine Bosshard die spannende Revision der Bäuerinnen-Ausbildung.
Internationales Jahr der Bäuerin und Landwirtin
Abschlüsse zur Bäuerin und bäuerl. Haushaltsleiter gab es 2025 256 in der Deutschschweiz und 11 in der Westschweiz. Mit Jasmin Landolt konnten auch die Glarnerinnen eine erfolgreiche Absolventin zur Bäuerin mit Fachausweis 2025 ehren. Das UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen wird vom Gesamtschweizerischen Verband mit Porträts von Berufskolleginnen online, in den sozialen Medien aber auch in mittels einer Ausstellung im Freilichtmuseum Ballenberg gefeiert. «Bleibt einzigartig, aber auch offen», ermuntert Bosshard zum Schluss die Vielseitigkeit des Berufes der Bäuerin.
Hilfsfonds
Der Vorstand stellt den Antrag zur Auflösung – beziehungsweise Zusammenführung des Vereinskapitals – des Hilfsfonds, welcher rund CHF 51 013.80 umfasst. Dieser sei aufgrund der heutigen besseren sozialen Absicherung nicht mehr zeitgemäss und wohl wegen der Hemmschwelle kaum genutzt. Die Versammlung jedoch hält nach Mitgliedervoten am Fonds fest. Dem Gegenantrag aus den Mitgliederreihen, den bestehenden Fonds zu belassen jedoch die Statuten anzupassen, wird von der Versammlung zugestimmt.
Verabschiedung
Regierungsrätin Marianne Lienhard verdankte die Arbeit der Frauen, bevor sich zwei langjährige Teilnehmer der Versammlung verabschiedeten. Der abtretende Gemeindepräsident Glarus Süd, Hans Rudolf Forrer, blickte mit Humor und Dankbarkeit auf die vier Versammlungen, die er mit den Landfrauen in Schwanden verbrachte, zurück. Erkenntlich zeigte er sich jeweils mit Beiträgen an die Versammlung und so liess er heuer den Vorstandsmitgliedern ein Präsent in Form einer Tasse zukommen.
Auch Fritz Waldvogel, der Präsident des Glarner Bauernverbandes, besuchte die Veranstaltung vor seinem Amtsrücktritt ein letztes Mal. «Das Jahr der Frauen in der Landwirtschaft zeigt auf, dass man wieder einmal bewusst wahrnehmen sollte, was ihr Frauen leistet. Haltet Sorge zu euch, denn vielfach seid ihr das Rückgrat unserer Familienbetriebe», bedankt sich Fritz Waldvogel mit den besten Zukunftswünschen zum Abschied.















