Wärme nicht nur am Schmiedefeuer

Dank zahlreicher finanzieller Unterstützung konnte die Sanierung des Dachstocks inklusive Heizung in der über 250 Jahre alten Hammerschmiede in Mühlehorn realisiert werden. Zur feierlichen Einweihung lud die Stiftung am letzten Dienstagabend ein.




Die Hammerschmiede in Mühlehorn ist wohl in ihrer Art einzigartig, vor allem, dass in einer um 1760 errichteten Schmiede weiterhin Metall bearbeitet wird und so der ehrwürdige Beruf des Schmieds weiter ausgeführt werden kann, sucht man auch über die Grenzen der Schweiz hinaus etwas Vergleichbares. Damit in Zukunft kein verstaubtes Museum daraus wird, habe der Stiftungsrat schon vor einiger Zeit die Sanierung des Dachstocks ins Auge gefasst, schilderte Stiftungspräsident Peter Rufibach. Hier waren vonseiten Denkmalschutz die Vorlagen ganz klar. «Aussen wird nichts verändert.» Zum Glück und in Gesprächen von Fachmann zu Fachmann konnte dank Franz Frefel eine realisierbare Lösung für das Wärmeproblem im Dachstock gefunden werden. Der Raum konnte wegen der Kälte und des Durchzugs bisher wohl nur wenige Tage im Jahr wirklich genutzt werden. «Dass an einer unserer Sitzungen hier nicht ein Finger oder mehr abgefroren ist, grenzt fast schon an ein Wunder.» Dank der grosszügigen Unterstützung zum Beispiel der «Stiftung für ein starkes Glarnerland» der Glarner Kantonalbank, der Gemeinde Glarus Nord, Tourismusfonds des Kantons Glarus und vielen weiteren, konnte eine zweckmässige Insolation realisiert werden, welche aber auch die altehrwürdige Konstruktion erhalten und vor allem weiterhin sichtbar gemacht hat. Zudem sorgt ein schmucker Holzofen für angenehme Wärme in den Räumlichkeiten, welche nicht nur für die Stiftungsratssitzungen oder Ausstellungsraum genutzt werden kann. Das Schmiedepaar Christian und Roswita Zimmermann zeigten sich nicht nur über die neue Investition, sondern über das seit 25 Jahren ausgesprochene Vertrauen und die grosse Unterstützung dankbar. Zur Erinnerung an den besonderen Tag ging es dann aber in die eigentliche Schmiede, wo unter anderem Regierungsrätin Marianne Lienhard, Peter Rufibach und Franz Frefel gleich selber Hand anlegen mussten, um einen ganz speziellen Nagel zu schmieden, welcher im Dachstuhl der Hammerschmiede einen Ehrenplatz erhielt.