Waffenrecht: Es geht um zwei entscheidende Fragen




Am nächsten Wochenende stimmt die Schweiz über das heiss diskutierte Waffenrecht ab. Aus meiner Sicht sprechen insbesondere zwei Gründe für ein JA. Der erste Grund betrifft die Reisefreiheit. Nur wenn wir am 19. Mai JA sagen, bleibt die Schweiz weiterhin Mitglied von Schengen. Bei einem NEIN laufen wir Gefahr, aus Schengen automatisch ausgeschlossen zu werden; dadurch würde die Schweiz innert Monaten zur EU-Aussengrenze. Einerseits müssten sich Schweizer Reisende in diesem Fall auf lange Wartezeiten und systematische Kontrollen an den Grenzen gefasst machen andererseits bräuchten Touristen aus Drittstaaten fortan ein zusätzliches Visum, um die Schweiz zu besuchen. Der volkswirtschaftliche Schaden wäre beträchtlich. 

Beim zweiten Punkt geht es um die Sicherheit. Dank Schengen hat die Schweiz Zugriff auf die europäische Fahndungsdatenbank SIS. Diese ist für unsere Behörden nicht bloss «nice to have», sondern ein bedeutendes Werkzeug bei der täglichen Verbrechensbekämpfung.

Sie sehen also: Am 19. Mai geht es nicht primär um die Frage, ob wir unser Waffenrecht moderat anpassen wollen, sondern vielmehr darum, ob wir auch in Zukunft von Reisefreiheit und grenzüberschreitender Sicherheit profitieren wollen. Ich habe diese Frage für mich längst beantwortet – und Sie?

Roger Schneider
FDP-Landrat Glarus Nord