Wagenrunse Schwanden: Mehr Geld für Schutzbauten beantragt

Die Bewältigung des Hangrutsches im Bereich der Wagenrunse in Schwanden führt zu einem deutlichen Mehrbedarf an Mitteln des Kantons und des Bundes für Schutzbauten. Die geltende Programmvereinbarung wird deshalb entsprechend angepasst.



Ende August 2023 kam es bei der Wagenrunse in Schwanden zu einem Erdrutsch mit verheerendem Folgen, die umfangreiche Hilfeleistungen und Massnahmen notwendig machten • (Foto: Keystone-SDA)
Ende August 2023 kam es bei der Wagenrunse in Schwanden zu einem Erdrutsch mit verheerendem Folgen, die umfangreiche Hilfeleistungen und Massnahmen notwendig machten • (Foto: Keystone-SDA)

Der Kanton Glarus hat im Februar 2020 die Programmvereinbarung Schutzbauten Wald mit dem Bund beschlossen. Damit verpflichtet sich der Kanton in den Jahren 2020–2024 zu Leistungen, die der Bund (Bundesamt für Umwelt) mitfinanziert. Die vereinbarten Gesamtkosten werden nun ein zweites Mal aufgestockt, insbesondere wegen der notwendigen Instandstellungsarbeiten im Ereignisgebiet Wagenrunse in Schwanden.

Mehrbedarf an Bundesmitteln Schutzbauten Wald

Bereits bei der ersten Ergänzung der Programmvereinbarung im Jahr 2022 ging man von bedeutenden zusätzlichen Kosten für Sofortmassnahmen im Bereich der Schutzbauten aus, unter anderem bedingt durch den Klimawandel. Das Ausmass der Rutschung Wagenrunse führt nun zu einer erneuten Anpassung. Die Mittel des Kantons werden für das laufende Jahr von rund 2 Millionen Franken um 8,4 Millionen Franken auf total 10,4 Millionen Franken aufgestockt. Der Anteil des Bundes beträgt 4,6 Millionen Franken. 

Der Regierungsrat beauftragt die Abteilung Wald und Naturgefahren, die Anpassung der Programmvereinbarung Schutzbauten Wald (Mehrbedarf von 3,7 Mio. Fr. aufgrund des Ereignisses Wagenrunse Schwanden) beim Bundesamt für Umwelt zu beantragen.