Wahlen benötigten ihre Zeit

Den grössten Anteil an der Frühlingsgemeindeversammlung der Gemeinde Glarus hatten die Ersatzwahlen in die einzelnen Gremien; die Rechnungen gaben dagegen kaum Anlass zur Diskussion.



Für die neue Legislatur mussten an der Frühlingsgemeindeversammlung von Glarus in der Mehrzweckhalle in Netstal einzelne Gremien komplettiert werden. In der Geschäftsprüfungskommission (GPK) haben neu Renato Micheroli und Andrea Gisler Einsitz. In der Schulkommission sind es Mirjam Zweifel und Tobias Baumann. Den Einbürgerungsrat vervollständig Alexandra Schnyder. Im Wahlbüro helfen künftig Silvan Ryser und Jürg Künzli. Am langwierigsten gestaltete sich die Suche nach vier neuen Stimmenzählern an den Gemeindeversammlungen. Neu werden hier Susanne Elmer Feuz, Christof Tuttobene, Hans Becker und Marco Hodel in dieser Funktion amten. Arbeiten für eine künftige Gemeindeversammlung lieferten gleich zu Beginn Hans Peter Spälty und Dr. Jakob Hösli. Ersterer stellte auch im Namen von Karl Mächler und Rolf Blumer den Antrag, dass die Finanzkompetenz des Gemeinderates von einer Million auf 500 000 Franken gekürzt wird. «Das ist gleich viel wie bei Glarus Süd und immer noch doppelt so hoch wie bei Glarus Nord und dem Kanton.» Hösli forderte, dass bei den Deponien der Gemeinde Bauabfälle, welche auf dem Gemeindegebiet anfallen, prioritär behandelt werden. Gemeindepräsident Christian Marti versicherte, dass beide Anträge geprüft und dem Stimmvolk unterbreitet werden. Über einen anderen Antrag berichtete er bei seinen Mitteilungen. Zusammen mit dem Antragsteller der Grünen Partei Glarus konnte hier im Bereich der Grüngutabfuhr eine gemeinsame Lösung gefunden werden. Hier hakte bei der Behandlung der Jahresrechnung Franz Freuler nach. Für ihn sei die seit 2017 praktizierte Lösung sowohl ökologisch als auch finanziell keine optimale. Gerade bei der Finanzierung tendiert er eher auf eine verursachergerechtere Lösung.

Die technischen Betriebe Glarus konnten wiederum ein erfreuliches Ergebnis präsentieren. Und wie Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs berichtete, bereite man sich für die Sanierung des Kraftwerks Luchsingen vor, das im letzten Jahr die Konzession um weitere 80 Jahre verlängern konnte.

Leicht rot waren im Anschluss die Zahlen, die René Chastonay, Präsident des Verwaltungsrates der Alter- und Pflegeheime Glarus, präsentierte. Das Minus beim Ergebnis aus dem Betrieb von fast 150 000 Franken resultierte hier vor allem aus der weniger starken Belegung der Betten, was auch einen geringeren Betreuungsaufwand und entsprechende Vergütungen nach sich zieht. Im kommenden Jahr stehe zudem die Sanierung und Erweiterung des Alterszentrum Bühli in Ennenda im Zentrum.

Positiv dagegen die Gesamtrechnung der Gemeinde selber. Hier konnte sich Marti über einen Ertragsüberfluss von 400 000 Franken freuen. Aber auch die Investitionstätigkeit sei auf einem hohen Level.

Alle Rechnungen wurden ohne Gegenstimmen stillschweigend genehmigt.

Auch gegen den Verkauf von Land in Ennenda an die Firma Läderach gab es keine Gegenwehr. Kaspar Elmer wies jedoch darauf hin, dass hier mit der Spange Ennenda Süd ein Projekt beim Kanton liegt, welches die Verkehrssituation in diesem Industriegebiet deutlich verbessern würde. Er würde sich daher, freuen, wenn die Gemeinde dieses Projekt beim Kanton vorantreiben würde.