Zahlen zum Wald im Kanton Glarus
Dani Rüegg, der neue Kantonsoberförster, nannte vorerst einige beeindruckende Zahlen. Unser Kanton besteht aus 20 000 Hektaren Wald. Der überwiegende Teil ist Schutzwald. Rund 100 Personen beschäftigen sich mit unserem Wald. Im Jahr wächst er um 100 000 m2, was ist immerhin der Grösse von etwa 16 Fussballfeldern entspricht.
Schlank organisierter Forstdienst
Dank den drei neuen Gemeinden ist der Glarner Forstdienst so schlank organisiert wie nirgendwo in der Schweiz. Heute gibt es im Kanton neun Revierförster, davon zwei in Glarus: Richard Gisler und Jakob Rast. Ihr Chef in Glarus ist Betriebsförster Christian Lüscher. Voraussetzung für das Funktionieren des Glarner Modells ist eine gute Zusammenarbeit der drei Gemeinden mit den zuständigen Personen des Kantons.
Rüegg verheimlichte nicht, dass im Glarner Wald Strukturdefizite und Pflegerückstände bestehen und man sich deshalb stark mit der Schadensbewältigung beschäftigen müsse.
Es müsse mehr Licht auf den Waldboden kommen und der Wald brauche junge und alte Bäume und zwar bunt gemischt. Weisstannen seien besonders klimatauglich. Waldstrassen sind für die Pflege des Waldes da, allenfalls noch für die der Jagd. Für ein motorisiertes Freizeitvergnügen würden hingegen keine Waldstrassen gebaut.
Aufgaben der Abteilung Forst der Gemeinde
Christian Lüscher ist für 3200 Hektaren Wald zuständig, davon sind 2000 Hektaren bewirtschaftet. Zu den Aufgaben der Abteilung Forst gehören unter anderem das Holzen und die Räumung der Forstschläge, die Vornahme von Pflanzungen, die Jungwuchspflege, die Käferbekämpfung, die Planung und Zeichnung der zu schlagenden Bäume und der Waldstrassenunterhalt.
Zu den Nebenaufgaben sind die administrative Verwaltung des landwirtschaftlichen Pachtlandes und der Alpen, der Unterhalt der Waldwege und der Erholungseinrichtungen zu zählen.
Der Förster von Glarus Süd-West, Jakob Rast, führte die interessierte Besucherschar durch den Bergliwald. Er wies dabei auf die Konfliktzone Wald hin, mit den vielfältigen Interessen und Bedürfnisse der zahlreichen Nutzer. Es wurde aufgezeigt, wie der Wald vernünftig als Erholungsraum genutzt werden kann. Welche Bäume geschlagen werden und weshalb, war ein weiteres Thema. Auf viele weitere Fragen gaben die Fachleute kompetente Antworten.
Ein Baum wird gefällt
Was früher mühsam mit der Bandsäge und Eisenkeilen beim Bäumefällen vonstatten ging, wird heute mit der Motorsäge fachmännisch in kurzer Zeit und punktgenau erledigt. Das demonstrierte zum Abschluss des gelungenen Waldtages der Gemeinde Glarus das junge Team um Franz Müller.
Marco Thoma fällte in kurzer Zeit eine 3 Tonnen schwere Buche genau dorthin, wo sie fallen musste und Christian Fässler im Forstschlepper zog den Baum dann hoch auf die Berglistrasse. Es war sehr beeindruckend.
Der Apéro mit dem eindrücklichen Blick auf die «Kleinste Hauptstadt der Welt» und die Dankesadresse von Gemeinderat Ernst Disch an die Forstleute rundeten den gelungenen Waldtag ab.







