Pflege des Schutzwaldes ist eine Herzensangelegenheit

Die Mitglieder von «WaldGlarnerland» hielten am vergangenen Freitag in Brauergasthof Adler in Schwanden Rückschau auf das Jahr 2018. Hauptthemen waren die Pflege und Erhaltung des Schutzwaldes sowie die erneute Gefahr einer Ausbreitung des Borkenkäfers wegen dem vergangenen, extrem heissen Sommer. Für das demissionierende Vorstandsmitglied Ruedi Menzi wählte die Versammlung Dominik Stüssi.



Sachlich und speditiv führte Verbandspräsident This Vögeli durch die Hauptversammlung 2019. Die Traktanden wurden in Rekordzeit abgehandelt. Protokoll und Jahresrechnung fanden diskussionslos die Zustimmung aller Anwesenden. Präsident Vögeli wurde mit Akklamation für eine weitere Amtsdauer ehrenvoll wiedergewählt. Als neues Vorstandsmitglied an Stelle des demissionierenden Ruedi Menzi beliebt neu Dominik Stüssi. Die langjährigen Verdienste von Vizepräsident Menzi wurden von Präsident Vögeli verdankt und gewürdigt.

Schutzwald muss gepflegt werden

Im Januar 2019 wurden vor allem im südlichen Teil des Glarnerlandes mehrere Lawinenniedergänge verzeichnet. Dank der guten Lawinenverbauungen und einem stabilen Schutzwald konnten dabei die Schäden in Grenzen gehalten werden. Als Kanton mit einem grossen Anteil an Schutzwald ist die Bevölkerung auf eine gute und nachhaltige Pflege und dadurch auf grosse Stabilität des Waldes angewiesen. «Die Schutzfunktion des Waldes steht für mich an erster Stelle und um diesen zu halten oder allenfalls noch zu verbessern, ist eine nachhaltige Pflege oberstes Gebot», lautet das Credo von Mathias Vögeli, Präsident von «Wald Glarnerland». Die Pflege des Schutzwaldes sei für ihn eine Herzensangelegenheit, und er werde alles dafür zu tun, dass dem Schutzwald die nötige Beachtung geschenkt werde. «Nicht die grossflächige Abholzung, sondern eben ein stabiler, starker Waldbestand steht für mich im Vordergrund», unterstrich Vögeli die Bedeutung des Schutzwaldes. Nur so wären unsere Täler in einem Gebirgskanton sicher und lebenswert. «Schutz vor Nutzung muss es für unserer Bergkantone heissen».

Erneute Gefahr einer Verbreitung des Borkenkäfers

Der ausgesprochen heisse Sommer 2018 beschäftigte auch den Vorstand von «WaldGlarnerland». In den ausgetrockneten Böden unserer Wälder fand der Borkenkäfer ein geeignetes Tummelfeld, was dazu führte, dass sich der unliebsame und vor allem unerwünschte Gast, den man meinte, im Griff zu haben, extrem schnell ausbreitete. Gemäss Präsident Vögeli versprechen die Aussichten für das Jahr 2019 leider nichts Gutes. Zudem ist der Holzmarkt durch das viele Käferholz übersättigt.

Einheitliche Abgabe über alle Sortimente

Der Vorstand von «WaldGlarnerland» beschäftigte sich im vergangenen Jahr intensiv über eine einheitliche Abgabe für alle Sortimente und um einen Preis von 60 Rappen pro Quadratmeter feste Holzmasse. Er äusserte sich dahingehend, dass er unter der Bedingung, dass alle Kantone gleichermassen mitmachen und die Zahlen durch die jeweiligen Forstdienste korrekt und lückenlos erhoben würden, einverstanden wäre. Er nahm auch Stellung zur Änderung der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen und zur Verordnung über die Reduktion der CO2-Emisssionen.

Internationaler Tag des Waldes

Der Internationale Tag des Waldes steht in diesem Jahr unter dem Motto «Wald und Bildung». Das ist eine gute Gelegenheit für die Forstbetriebe, den Wald als Lehr- und Lernort in Szene zu setzen und das Bewusstsein für die Waldfunktionen und eine nachhaltige Bewirtschaftung zu stärken. Zudem hat der Dachverband «WaldSchweiz» auch einen Wald-Knigge herausgegeben. Gleichzeitig wird auch auf die Neophyten-Bekämpfung aufmerksam gemacht.

Informationen aus berufenem Munde

Im Anschluss an die Hauptversammlung überbrachten Markus Brunner, Direktor Wald Schweiz, Kantonsoberförster Daniel Rüegg, Markus Brunner, Geschäftsführer LIGNUM (Holz Glarnerland) sowie Kaspar Luchsinger, Gemeinderat Glarus Süd die Grüsse ihres Verbandes, respektive ihrer Amtsstellen. Ihre interessanten Informationen waren gleichzeitig Updates für alle anwesenden Teilnehmer.