Wandel von der Friedens- zur Kriegslogistik

Das Logistik Bataillon 101 beendete letzte Woche ihren Wiederholungskurs im Kanton Glarus. An der Standartenabgabe am letzten Mittwoch auf den Zaunplatz blickte die Führung auf den Wandel im Militär.



Wandel von der Friedens- zur Kriegslogistik

Auch wenn die Schlachten und Scharmützeln wohl eher andere Truppenteile führen, gehe nichts ohne die richtige Logistik, betonte Oberstleutnant Scolari am letzten Mittwoch auf den Zaunplatz im Herzen von Glarus. Als Chef des Logistik Bataillon 101 sollte er hier ja auch wissen, wovon er spricht. An der Standartenabgabe erwähnte er die Bedeutung der Aufgabe des Bataillons, denn sie versorgt die Truppen mit Munition, Treibstoff und Essen. Auch damit dies reibungslos funktioniert, müsse dies immer wieder geübt und trainiert werden. Dabei hat sich die Aufgabe gerade in diesem Jahr deutlich verändert. «Aufgrund der geopolitischen Ereignisse müssen wir von einer Friedens- zu einer Kriegslogistik wechseln.» Einen noch deutlicheren Wandel sieht und fordert Brigadier Keller. Auch in der Bevölkerung und in der Politik müssen die Entwicklungen wahrgenommen und die Armee wieder gestärkt werden. «Die Armee muss ihre Aufgabe der Landesverteidigung wieder erfüllen können. Dazu braucht es die nötigen Mittel.» Über viele Jahrzehnte habe man immer wieder auf Kosten der Armee gespart, hier müsse man schnell dagegenhalten.

Dass sie auf dem Zaunplatz auf einem wichtigen Symbol für ihre Aufgabe stehen, betonte zusätzlich Landesstatthalter Andrea Bettiga. «Der Einsatz der Armee ist für die Freiheit und die Freiheiten der Schweiz, so auch die Freiheit der Meinungsäusserung und politischen Mitbestimmung, die hier in jedem Jahr an der Landsgemeinde zelebriert wird.» Zudem freut er sich, dass das Bataillon ihren WK erfolgreich und vor allem unfallfrei im Kanton Glarus durgeführt hat. «Der Kanton Glarus begrüsst immer sehr gerne die Schweizer Armee; sie sind aber auch als Zivilperson herzlich in unsere schöne Region eingeladen.»