«Was bedeutet BEGEGNUNGEN»

Vergangenen Sonntag wurden die «Begegnungen im Volksgarten» (BIV) für dieses Jahr ein letztes Mal durchgeführt. Wolkig, durchzogen mit Sonne. Es wurde eingeladen, beschenkt, begegnet.




Gäste von fern und nah umgaben die drei Tische und bereicherten den Anlass. Ein Koch eines renommierten Hotels in Zürich war mit seiner Familie in Glarus zu Gast. Grund war ein aussergewöhnliches Geburtstagsgeschenk für seine 12-jährige Tochter. Im Volksgarten wurden Fotos kreiert mit dem Mädchen in der Hauptrolle. Ein bisschen Stolz, Dankbarkeit und Glück strahlten aus ihren Augen. Auch sie erhielten unsere Einladung zu Kaffee und Kuchen. «S’isch gratis und choschtät nüt». Diese Worte von Rolf, der die Gäste bediente, zeichnete manches Lächeln auf Gesichter. «Happy birthday to you», herzhaft gesungen von allen Anwesenden, stellte das lachende junge Girl ein weiteres Mal in den Mittelpunkt. Der sichtlich berührte Vater sass entspannt vor seinem Kaffee und unterhielt sich mit mir. Er deutete auf das Schild mit den, in Holz gebrannten, Buchstaben: BEGEGNUNGEN. «Was bedeute das?» Er konnte es nicht verstehen, da Deutsch Fremdsprache für ihn ist. Wir sitzen uns gegenüber am Tisch und ich erkläre: «Wenn du und ich, wenn wir, uns auf Augenhöhe begegnen, einander ansehen, zuhören, erzählen, Zeit schenken, uns näher kennen und wertschätzen lernen bei allen Unterschieden; dann begegnen wir uns. Das sind BEGEGNUNGEN. Tief bewegt und dankbar verabschiedet sich die ganze Geburtstagsgemeinschaft per Handschlag von uns. Mit guten Erinnerungsbildern im Gepäck begeben sie sich auf die Heimreise Richtung Zürich.

Wenn nun abschliessend die diesjährigen Begegnungsfeste im Volksgarten Revue passieren, sind wir tief beeindruckt. Der Wunsch nach «Begegnungen im Winter» wurde mehrfach geäussert. Um es im Volksmund zu sagen: «So Gott will und wir leben» – Mal sehen.