Was lange währt, wird endlich gut!

Was lange währt, wird endlich gut! Das darf man in Anbetracht der beinahe 20 Jahren dauernden Sanierungsarbeiten an den bestehenden Trockensteinmauern entlang des Wander- und Spazierweges mit Fug und Recht behaupten. Nach Beendigung aller Arbeiten auf der Strecke von Ennetrösligen bis zur Aetzgenrunse konnte Kaspar Elmer, Vertreter der Bauverwaltung der Gemeinde Glarus und jahrelanger Projektleiter «Trockenmauern», finanziell unterstützende Institutionen, Behörden und Gäste auf einem idyllischen Plätzchen oberhalb Ennenda begrüssen.



Einen speziellen Willkommengruss entbot Elmer gewohnt charmant Marianne Hassenstein (Stiftung Umwelt Schweiz), Dr. Josef Rohrer (Stiftung Landschaftsschutz Schweiz), Gemeinderat Christian Büttiker, Chef Planung und Bau der Gemeinde Glarus, Peter Zopfi, stellvertretender Ressortleiter der Abteilung Umweltschutz und Energie des Kantons Glarus, sowie allen Zivildienstleistenden, die in den letzten 20 Jahren mit viel Herzblut und bei jedem Wetter bleibende Werte geschaffen haben.

Im Schweisse ihres Angesichts


Die Arbeiten für die Sanierung der Trockensteinmauern entlang des wunderschönen Fuss- und Wanderweges von Ennetrösligen bis zur Aetzgenrunse begannen im Jahre 1997. An den mehrheitlich in Privatbesitz befindlichen Mauern hatte in all den vielen vergangenen Jahren der Zahn der Zeit merklich genagt. Nur eine umfassende Sanierung konnte sie vor dem endgültigen Zerfall retten. In den ersten drei Jahren wurden Arbeitslose an den Mauern der Vorder- und Hintergasse eingesetzt. Bereits im Jahre 1999 konnte erstmals eine Gruppe Zivildienstleistende während drei Wochen eingesetzt werden. Sie alle verrichteten ihre Arbeit im Auftrage vom Fonds Landschaft Schweiz FLS und unter Aufsicht der Stiftung Umwelteinsatz. Und sie leisteten über all die Jahre harte und effiziente Arbeit, fachgerecht und im wahrsten Sinne des Wortes im Schweisse ihres Angesichts. Das Resultat darf sich nun nach rund 20 Jahren aufwendigen Arbeiten sehen lassen. Bis heute wurden über 1250 Laufmeter oder 1640 Quadratmeter Trockenmauern erneuert. Der Gesamtaufwand für das nun realisierte Projekt beläuft sich gegen einen Million Franken.

Stumpenstall in neuem Kleide


«Wenn schon, denn schon», dachte sich Projektleiter Kaspar Elmer und kam beim trostlosen Anblick des baufälligen Stumpenstalles, der sich mitten auf dem Weg von Ennetrösligen zur Aetzgenrunse am Wegrand befindet, zum Entschluss, dem Stall ein neues Facelifting zu verpassen. Bis vor Kurzem stand die Stallruine wie ein schwarzer «Tolggen» in der Landschaft. Also bildete Elmer kurzerhand eine Interessengemeinschaft mit dem Zimmermann Josef Arnold und dem Schreiner Arthur Oswald sowie dem Pächter der Liegenschaft Jakob Hefti. Das Ziel war, dass bei der Schlussabnahme der Trockenmauern der Stall sich in neuem Gewande zeigt. Nachdem die Finanzierung dank Subventionen durch den Kanton, Gemeinde, Glarner Heimatschutz und der Stiftung Pro Ennenda gesichert war, konnten mit der Sanierung und Renovation des Stumpenstalles begonnen werden. Innert kurzer Zeit erhielt dieser ein neues Gewand und man darf erfreut feststellen, dass nach vollendeten Arbeiten der Stumpenstall sich just zur Schlussabnahme der Trockensteinmauern im Festtagskleide zeigte.

Nach 20 Jahren der Gemeinde Glarus übergeben


Beim abschliessenden Apéro im Gesellschaftshaus in Ennenda dankte Projektleiter Kaspar Elmer nochmals allen Institutionen und Beteiligten, die das Projekt finanziell und materiell unterstützten. Die Gemeinde Ennenda hatte das Projekt seinerzeit gestartet und die neue Gemeinde Glarus hat es tatkräftig unterstützt, weitergeführt und abgeschlossen. Weitere Dankesworte entrichtete Projektleiter Elmer an die Grundeigentümer, an die Stiftung für Landschaftsschutz, an den Fonds Landschaft Schweiz FLS, an das Bundesamt für Strassen, an die Stiftung Umwelteinsatz und an alle Zivildienstleistende für 20 Jahre harte Arbeit mit vielen Entbehrungen. Ein riesiges Dankeschön geht abschliessend an «Mister Trockensteinmauer» Kaspar Elmer, der mit viel Engagement und Herzblut über viele Jahre hinweg für die Umsetzung und Realisation der Sanierung der Trockensteinmauern zeichnet. Eine herausragende Leistung aller Beteiligten, die nachhaltig dafür sorgten, dass die ökologisch interessanten Trockenmauern oberhalb von Ennenda der Nachwelt wiederum über viele Jahre erhalten bleiben. Kaspar Elmer konnte zum Schluss noch das neu gestartete Nachfolgeprojekt, das für die nächsten elf Jahre vom «Grossen Gässlistein» entlang der oberen Uschenrietstrasse bis zum Stalden-Gädeli reicht, vorstellen.