Sie lud auf eine virtuelle Schifffahrt ein. Unterwegs seien alle auf der Reise in eine spannende Zukunft mit guten Aussichten und auf einem Schiff, das sich prima auf Kurs befinde. Die anzusteuernden Häfen seien recht attraktiv. Die Projektgruppe hat sich überlegt, was es für diese Schiffahrt denn brauche. Viel Platz wurde der Kommunikation gewidmet. Den letzten entscheidenden Schritt habe man vor einem Jahrzehnt gemacht, indem Website und Jahresprogramm entstanden und ein neues Ressort zu wachsen begann. Nun soll Neues angegangen werden.
Swantje Kammerecker wies auf die Analyse «Angebot und Kommunikation» der damaligen GKTG hin. Die Anerkennung durch Sponsoren ist gut und hoch willkommen, die Kulturangebote sind ausbaufähig. Der Mitgliederstamm besteht aus langjährigen, treuen Besuchern vieler Veranstaltungen. Junge fehlen grösstenteils. Sie gilt es als neue Mitglieder zu gewinnen. Die elektronische Kommunikation muss ausgebaut werden, gleiches gilt für Serviceleistungen. Zitiert wird ein dazu passendes deutsches Sprichwort: «Nicht was der Zeit widersteht ist dauerhaft, sondern was sich klugerweise mit ihr ändert.»
Die Projektgruppe griff Möglichkeiten auf, die sich – zukunftsorientiert – relativ schnell umsetzen lassen. Es handelt sich dabei um den Vorverkauf, den grafischen Auftritt, intensivere Werbung, Mailing für Mitglieder, Catering und Straffen der internen Abläufe. Es wird längerfristig versucht, eine stimmige Gesamtheit zu entwickeln. Als anschauliches Beispiel dient eine durchdachte Hausrenovation. Visionen und Aufträge sind da, die Kulturgesellschaft Glarus ist die einzige Organisation unseres Kantons, die seit fast 100 Jahren fürs Vermitteln von gehaltvollen, hochstehenden Kulturevents besorgt ist und es weiterhin sein will, obwohl eine recht breite Konkurrenz gewachsen ist und sich im «Kulturfeld» breit macht. Der Vorstand will seine Organisation optimieren und sinnvoll erscheinende Massnahmen umsetzen. Dem Bereich «Comedy» soll konkret vermehrt Beachtung geschenkt werden. Mit Tanz und Kindertheater kann Neues, damit bisher Ungewohntes, angeboten werden. Was mit dem allgemeinen Erscheinungsbild der Kulturgesellschaft Glarus zu geschehen hat, ist Teil der schrittweisen Neuausrichtung. Mit dem Einbezug von Kindertheatern hat man erste, gute Erfahrungen gemacht. Das verträgt Mehraufwand und wachsende Fülle klug ausgewählter Angebote. Gedacht wird zudem an die Vernetzung mit anderen Kulturorganisationen (Schulen, Volkshochschule, Musikschule, andere). Das gesamte Konzept erstreckt sich auf die kommenden vier bis fünf Jahre. Die Verantwortlichen sind gewillt, dranzubleiben, sich einzusetzen, zu überdenken und damit den gesamten, notwendigen, sinnvollen Prozess auf dem richtigen Weg zu halten, also im richtigen Fahrwasser zu bleiben. Dabei ist der Vorstand – eigentlich wäre das in diesem Falle die Schiffscrew – auf die Rückmeldungen seiner Fahrgäste, in diesem Falle sind es dieMitglieder,Artikel sehr angewiesen.



