Keine andere Geschichte hat unser gegenwärtiges Verständnis von Weihnachten wohl so geprägt, auch wenn Dickens' Novelle ursprünglich als Polemik gegen die Behandlung der Armen im Viktorianischen Zeitalter gedacht war.
Als Charles Dickens seine Geschichte kurz vor Weihnachten 1843 veröffentlichte, war er zwar bereits ein bekannter und gefeierter Schriftsteller, A Christmas Carol brachte ihm aber die langersehnte finanzielle Sicherheit und untermauerten seinen Status als literarische Berühmtheit. Eine Weihnachtsgeschichte – wie diese in der deutschen Übersetzung heisst – wurde zunächst in England und dann weltweit ein wahrer Erfolg. Die Geschichte des kaltherzigen Geizhalses Ebenezer Scrooge, der nichts mehr verabscheut als Weihnachten und seinem einzigen Mitarbeiter sogar verwehrt, den 25. Dezember mit seinem todkranken Sohn und seiner Familie zu verbringen, eroberte die Herzen von Generationen im Sturm.
A Christmas Carol ist Parabel, Gespenstergeschichte und Märchen zugleich: nach seinem unsäglichen Benehmen erscheint Scrooge die Gestalt seines verstorbenen Geschäftspartners Marley, der ihn davor warnt, was mit allzu rücksichtlosen und selbstsüchtigen Menschen im Gefilde der Seeligen passieren könnte. Der angekündigte Besuch von drei Geistern soll als letzte Möglichkeit dienen, den Protagonisten vor einem ruhelosen Jenseitsdasein zu bewahren.
Dass Charles Dickens Weihnachten erfunden hat, ist wohl etwas weit hergeholt. Was der Literat allerdings sicherlich geschaffen hat, ist eine weihnachtliche Grundgesinnung sowie eine moderne Interpretation des Festes, welche sich tief in unser kulturelles Bewusstsein eingeprägt hat.
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