Welche Landschaft wollen wir Glarner?

Raus aus dem Dorf ins Grüne. Pittoreske Trockensteinmäuerchen und artenreiche Hecken säumen den Weg. Vorbei geht es an wettergegerbten Gäden und knorrigen Hochstämmern. Solch attraktive Landschaftsbilder stehen im Fokus des Landschaftsqualitätsprojektes. Eine öffentliche Veranstaltung am 12. November 2016 gibt Einblick und lädt zur Diskussion ein.




Eine reich strukturierte, naturnahe Kulturlandschaft mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ist nicht nur für den Glarner Wohn-, Freizeit- und Tourismusraum, sondern schweizweit ein grosses Plus. Umfragen zeigen, dass solche Gebiete für die Naherholung sehr beliebt sind. Steigender Siedlungsdruck, anwachsende Verkehrsinfrastrukturen und intensive Landwirtschaft bedrängen aber diese arten- und abwechlsungsreichen Landschaften. Und mit deren Rückgang gehen nicht nur wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern attraktive Erholungsgebiete verloren.

Landschaftsqualitätsprojekt soll helfen


Gezielte Massnahmen sollen nun im Rahmen der neuen Agrarpolitik 2014–17 einem weiteren Verlust der Landschaftsvielfalt entgegenwirken. Seit 2014 werden in sogenannten Landschaftsqualitätsprojekten diejenigen Bauern finanziell unterstützt, die durch angepasste Pflege des Kulturlands zu einem attraktiven Landschaftsbild beitragen. Im Glarnerland wurden dafür dieses Jahr Beiträge in der Höhe von insgesamt rund 1,3 Millionen Franken ausbezahlt, getragen von Bund und Kanton. Damit sollen nicht nur die Vielfalt der Kulturlandschaft im Allgemeinen, sondern speziell auch regional typische Landschaftsbilder und -strukturen wie Trockenmauern, Hecken, Hochstammobstbäume und biologisch wertvolle Hangwiesen erhalten und gefördert werden.

Austausch zwischen Bauern und Bevölkerung


Welche Landschaftselemente sollen mit dem Glarner Landschaftsqualitätsprojekt gefördert werden? Was bedeuten uns diese? Wie sehen die Bauern «ihre» Landschaft? Und sieht die nichtbäuerliche Bevölkerung das genauso? Die kantonale Abteilung Landwirtschaft, der Glarner Bauernverband und die Glarner Landfrauen laden interessierte Bauern und Nichtbauern ein, diese Fragen gemeinsam zu diskutieren. Die öffentliche Veranstaltung «Landschaft ist Trumpf» (siehe Kasten) gibt den Teilnehmern Einblick ins Glarner Landschaftsqualitätsprojekt. Im gegenseitigen Austausch können sie sich dann mit ihrer eigenen Wahrnehmung der Landschaft sowie der Bedeutung von Kulturlandschaftspflege für die Bevölkerung auseinandersetzen. Felix Kienast, Landschaftsökologe von der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, sowie Fridolin Walcher, Landschaftsfotograf und Glarnerlandkenner, präsentieren als Einstimmung ihren Blick auf die Landschaft. Anschliessend an die Veranstaltung wird ein Imbiss offeriert.

Einladung zur öffentlichen Veranstaltung «Landschaft ist Trumpf»

Wann: Samstag, 12. November 2016, von 09.00 bis 14.00 Uhr
Wo: Aula der Kantonsschule Glarus, Winkelstrasse 1, 8750 Glarus
Anmeldung bis Montag, 7. November, an:
Glarner Bauernverband, Ygrubenstrasse 9, 8750 Glarus
Telefon 055 640 98 20, E-Mail: [email protected]
Bitte bei Anmeldung Beruf und/oder Funktion angeben.