Achterbahnen statt Autobahnen, ein Kinder-Rathaus auf Rädern, Städte auf und in den grossen Schweizer Seen, Wunschbäume vor jedem Haus und grosse Schutzgebiete für Tiere – diese und viele weitere Visionen für die «Schweiz der Zukunft» wurden von Kindern aus allen Sprachregionen als riesiges LEGO 3D-Mosaik gebaut. Am Samstag wurde das Mosaik von einer Expertin von GUINNESS WORLD RECORDS TM geprüft, vermessen und kurz darauf stand fest: Der Weltrekord zum 100-Jahr-Jubiläum von Pro Juventute ist geschafft. Als neutrale Zeugen beglaubigten Nationalrätin Franziska Teuscher und Miss Bern Viktoria Gasser vor Ort die Richtigkeit der Messung.
An Veranstaltungen in allen Sprachregionen der Schweiz hatten Tausende von Kindern auf 153,4 m2 das Fundament als Grundriss der Schweiz mit allen Kantonen gebaut. Diese Woche wuchsen nun in Bern an der Spielwarenmesse Suisse Toy die Visionen der Kinder als 3D-Elemente in die Höhe: Berge, Wälder, Parks, Rutschbahnen, Tiere, Gebäude und vieles Weitere. Familien aus der ganzen Schweiz haben diese Woche beim Bau des grössten Mosaiks der Welt in Bern mitgeholfen, mehr als zwei Millionen LEGO-Steine zu verbauen. Pro Juventute war mit dem riesigen Mosaik und mehreren Ständen der Stiftung und des Vereins Pro Juventute Kanton Bern während der ganzen Messe präsent. Für die Schulkinder aus Hätzingen war die Teilnahme an diesem Weltrekord ein einmaliges und bleibendes Erlebnis.
Kinder wollen einen Wertewandel
«Es ist grossartig, dass die Kinder der Schweiz den Weltrekord geknackt haben!» sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. «Mit dem Rekord können wir den Visionen der Kinder die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdienen.» Betrand Jungo, CEO der Warenhausgruppe Manor, die als Presenting-Partner das Projekt für die Kinder finanziert, zeigt sich erfreut: «Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Projekt den Kindern ermöglichen können, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.» Pro Juventute fordert, dass die Ideen, Visionen und Wünsche der Kinder für ihre Schweiz der Zukunft ernst genommen und ihre Umsetzung geprüft wird.
Die Forderung unterstreicht die Stiftung heute mit einem Schreiben an jeden Regierungsratspräsidenten aus allen Kantonen, die darin aufgefordert werden, die Umsetzung der Zukunftsvisionen zu prüfen, welche Schulklassen aus ihren Kantonen im Rahmen des «Pro Juventute»-Ideenwettbewerbs eingesandt hatten. In ihrem Jubiläumsjahr hat sich Pro Juventute zum Ziel gesetzt, Kindern eine Stimme zu geben. Die Stiftung fordert, dass das Recht auf Meinungsäusserung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen gewährleistet werden muss, auch in Schulen, den lokalen Gemeinschaften, innerhalb der Familie sowie auf nationaler Ebene. «Wir sind beeindruckt von der Frische und der Tiefe der Visionen der Kinder», sagt Oetiker. «Es dominieren die Natur, Spielen und Freiraum, Arbeit und Respekt – alles Werte, die in den letzten Jahrzehnten oftmals mit Füssen getreten wurden. Das zeigt: Die Jugend will einen Wertewandel: die materiellen Interessen dämpfen und stattdessen auf das Miteinander setzen.»




