Weniger kann mehr sein

Mit gestrafftem Programm und kleinerer Mitgliederzahl nimmt das Radsport-Regionalkader Ostschweiz (RKOS) seine zweite Saison in Angriff. Vergangene Woche feilten die Nachwuchsathleten im Trainingslager in Gatteo a Mare an ihrer Form.



Die Glarner Teilnehmer des Trainingslagers freuen sich über gute Bedingungen. Rechts aussen Trainer Martin Zopfi
Die Glarner Teilnehmer des Trainingslagers freuen sich über gute Bedingungen. Rechts aussen Trainer Martin Zopfi

An der Zielsetzung hat sich nichts Grundsätzliches geändert“ sagt Martin Zopfi, Swiss-Olympic-Trainer und Leiter des im Frühjahr 2007 aus der Taufe gehobenen Regionalkaders Ostschweiz Bike. Als regionale Talentschmiede bildet RKOS die Brücke zwischen der unverzichtbaren Basisarbeit der Vereine und den Nationalkadern.

Anlässe gestrafft


Gegenüber dem Startjahr hat Zopfi dennoch einige Änderungen des Programms vorgenommen. Die Zahl der Anlässe wurde etwas gestrafft. „Es hat sich gezeigt, dass das letztjährige Programm für etliche Athleten etwas überladen war“, begründet Zopfi. Dies vor allem auch, weil viele Radsportvereine selber über ein umfassendes Programm verfügen. Schwerpunkte bilden das Frühjahrs-Trainingslager, ein verlängertes Pässe-Wochenende Ende Juli zum Neuaufbau der zweiten Saisonhälfte sowie ein Zusammenzug Anfang Oktober in Filzbach. Hinzu kommen verschiedene Race-Trainings im Vorfeld von Wettkämpfen des ZO-Bike-Cups sowie Bahntrainings in Zürich.

Erfolgreiche Athleten


Zahlenmässig hat sich das Kader deutlich verkleinert. Waren es letzte Saison noch rund 30 Fahrerinnen und Fahrer, so sind es derzeit noch 17. „Hauptgrund ist, dass viele Athleten der Kategorien U17 und U19 den Sprung ins Nationalkader geschafft haben“, erklärt Zopfi dazu. National- und Regionalkader gleichzeitig liessen sich nur schwer unter einen Hut bringen.

Die Mitglieder des aktuellen Kaders stammen aus den Kantonen Zürich, St. Gallen, Glarus und neu auch aus dem Fürstentum Liechtenstein. Mit 9 Fahrerinnen und Fahrern stellt der Kanton Glarus die Hälfte des Kaders. Dass der RKOS-Nachwuchs auf nationaler Ebene zu Spitzenresultaten fähig ist, zeigten bereits die beiden ersten Läufe des Swisspower-Cups: In der Kategorie Mega errang Tom Bohli (Rieden) vor Wochenfrist in Buchs den zweiten Platz, am vergangenen Sonntag siegte Manuel Boog (Hittnau) in Winterthur überlegen. Auf der Strasse hat sich Colin Stüssi (Näfels) mit einem Sieg sowie je einem zweiten und dritten Rang auf Platz drei des nationalen Zwischenklassements etabliert.

An Grundlagenausdauer gefeilt


Den Grundstein für einen weiterhin erfolgreichen Verlauf der Saison legten vergangene Woche rund ein Dutzend der Athletinnen und Athleten bei einem Trainingslager im italienischen Gatteo a Mare unter der Leitung von Martin Zopfi und Michel Laurent. Mit täglichen Ausfahrten zwischen 100 und 200 Kilometern wurde an der Grundlagenausdauer gefeilt.