Wenn das Fussballspiel auch zu einem logistischen Problem wird

Exklusiv für glarus24 geben zwei Glarner Schlachtenbummler einen etwas andern Einblick rund um die Fussball-EM und den Spielort Frankfurt (Teil 4).



Die beiden Glarner Schlachtenbummler vor dem wichtigen Spiel (Bilder: w.baumgartner/hj.gredig)
Die beiden Glarner Schlachtenbummler vor dem wichtigen Spiel (Bilder: w.baumgartner/hj.gredig)

Ob das jetzt im «Deutsche Bank Park»-Stadion in Frankfurt vor fast 50 000 Besuchern ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte im Spiel gegen Deutschland waren, darüber rätseln selbst die Fachleute.
Die Schweizer haben zwar den Ausgleich erst in der Nachspielzeit hinnehmen müssen, aber insgesamt entsprach das dem Spielverlauf.
Die Stimmung war gigantisch und der immer wiederkehrende Ruf der riesigen, vorwiegend in rot gekleideten Schweizer Fangemeinschaft «Düütschland isch nervös» hat nebst vielen anderen «Schlachtgesängen» zur tollen Stimmung beigetragen.

Rund um das Spiel eine Riesenorganisation

Das letzte Spiel um den Sieg in der Gruppe A war das eine. Das ganze Drum und Dran das andere.
Riesendimensionen, welche nicht nur bei solchen Spielen jeweils auf die Organisatoren zukommen und eine Logistikaufgabe par excellence darstellt:
Eintrittskontrolle der personifizierten Billette (darum auch viel weniger Schwarzmarkt-Tickets), umfangreiche und weitgehende Verpflegung (Hektoliterweise Bier, Mineralwasser, Kaffee, verschiedenste Würste, Pommes usw.) im und ums Stadion, die 100fachen, fein säuberlich angeordneten ToiTois (samt der umfassenden Entsorgung), die An- und vor allem die Abreise ans Spiel, das unübersehbare Grossaufgebot an Polizei und Sicherheitsleuten, unzähligen Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr und Polizei, unzähligen, zum Teil freiwilligen Helfer und speziell gekleideten Volunteers.
Während die Anreise der Zuschauer zum Spiel gestaffelt erfolgt, wurde die Abreise zum totalen Chaos.
Zu wenig Taxis, zu wenig Sonderzüge (welche teilweise durch das hohe Verkehrsaufkommen an den Bahnübergängen ausgebremst wurden), schlechte Kommunikation der einzelnen Organisationen.
Und trotzdem bewegten sich die Leute friedlich und grösstenteils gesittet in Richtung Innenstadt – ohne Fanausschreitungen!

Logistikprobleme aber auch in der Luft

Die Reise der Schweizer Nati geht weiter, hoffentlich noch recht lange. Unsere ist nach vier erlebnisreichen Tagen in Frieden und Eintracht in Frankfurt zu Ende!
Allerdings nicht ohne logistische, witterungsbedingte Probleme mit der Lufthansa, Flugsicherung usw. Sowohl beim Hin- wie auch beim Rückflug erst in der Kabine erfahren, dass eine zweistündige Verspätung vorliegt. Und zu allem Übel in Zürich nach der Landung keinen Verantwortlichen bei der Fluggastbrücke, sodass dann nach einiger Zeit die gute alte Ausstiegstreppe ihren Dienst erfüllen musste.
Aber wie heisst es doch: «wenn einer (oder mehrere) eine Reise tut, da kann er was erzählen».