Wenn ich einmal reich wär …

Wie Milchmann Tevje hat bestimmt schon jedermann geträumt, wie man in einem solchen Fall mit dem ganzen Geldsegen verfahren würde. Zum Nachsinnieren über Geld, Zaster, Moneten, Edelmetalle verleitete die Musikgesellschaft Oberurnen an ihrem Unterhaltungsabend – passend unter dem Motto «Cash».




Und da bekanntlich Geld die Welt regiert, wurden die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzten Rauti-Turnhalle verwöhnt mit einer Schatzkiste voller musikalischer Perlen rund um dieses Thema. «Gold und Silber», eine Auftragskomposition von Franz Lèhar im beschwingtem Walzertakt durfte ebenso wenig fehlen wie die «Pfennigfuchser Polka» oder das Lied «Billionaire» von Travie Mc Coy und Bruno Mars.

Im Konzertmarsch «Ich hab kein Geld», so Ruedi Neeracher, der souverän durchs Programm führte, wollte wohl der Komponist die Steuerfahndung täuschen und in «Money, Money, Money», einem Welthit von ABBA überlegt sich ein Frau, der Armut zu entkommen, indem sie sich einen reichen Mann angelt.

In «Neil Diamond Medley» ist der Name Programm und da «Mack the Knife» seinen Platz in Brechts berühmter Dreigroschenoper hat, ist auch hier die Verbindung zum Motto gegeben.

In die Welt des Feilschen und Handelns, einem weiteren Aspekt des Geldes, wurden die Anwesenden versetzt mit den Stücken «Auf einem persischen Markt», «Flohmarkt» und dem Schweizer Klassiker «Kiosk» von Polo National. Die Musikgesellschaft Oberurnen unter der bewährten Leitung von Helmut Fritschi wusste einmal mehr zu begeistern mit gekonnt gespielter, abwechslungsreicher Literatur aus den verschiedensten Genres der Musik. Apropos Geld – wie aus den Erklärungen des Moderators zu entnehmen war, möchte der Verein die bald 25-jährige Uniform auswechseln und bietet sich deshalb als Geldanleihe an mit musikalischem Gewinnversprechen.

Cash bezahlt wurden in der Pause die Tombola-Lose wie auch der Getränkenachschub, bevor die musikeigene Theatergruppe mit dem Stück «Chueflade und Computerstress» die Lachmuskeln der Anwesenden strapazierte. Die Geschwister Köbi und Leni, hervorragend gespielt von Aaron Noser und Vreni Fischli, bewirtschaften zusammen einen Bauernhof, auf dem als Pilotversuch die ganze Arbeit computergesteuert erledigt werden kann; dass dies zu einigen Missverständnissen und Verwicklungen führt, ist wohl jedermann klar.

An der von Bruno Knobel liebevoll und aufwendig hergestellten Bar konnten anschliessend die dann noch vorhandenen Guthaben angelegt werden in flüssiges Kapital mit hochprozentigem Zinsertrag, bis in den frühen Morgenstunden der diesjährige Unterhaltungsabend endgültig sein Ende fand.