Werkhof, Revitalisierung und Alpstrasse

Die von 209 Stimmbürgern besuchte Gemeindeversammlung von Donnerstag, 19. November folgen in Rekordzeit und unter Einhaltung der BAG-Vorsichtsmassnahmen allen Anträgen des Gemeinderates. Einzig über Standort und Ausstattung des Werkhofes Engi wird diskutiert



Nur Maskierte

Dass die Vorschriften des BAG an der Bürgerversammlung gelten, ist schon beim Betreten des Areals erkennbar. Draussen werden Stimmkarten mit Sicherheits-Abstand geprüft, die Sporthalle ist grosszügig bestuhlt, selbst die üblichen 400 Teilnehmer fänden Platz. Die Masken-Tragpflicht wird konsequent eingehalten, selbst das Mikrofon auf der Bühne erhält vor jedem Redner ein neues Plastikmäntelchen.

Finanzielle Punktlandungen gefragt

Vizepräsident Matthias Zopfi erklärt ausführlich den Hintergrund der finanziellen Punktlandung der Rechnung 2019 und präsentiert das Budget für 2021. Seine Genauigkeit hänge ausser von den Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie und von der Steuerreform / AHV-Finanzierung (STAF) auch vom innerkantonalen Finanzausgleich zwischen der Gebergemeinde Glarus und den Nehmergemeinden Glarus Nord und Süd ab. Unerwarteterweise mutiere Glarus Nord mit seinem Wachstum zur Nehmergemeinde, was den erwarteten Mittelfluss umleite und den ohnehin knappen finanziellen Spielraum von Glarus Süd weiter einenge. Gemeindepräsident Mathias Vögeli stimmt die Gemeinde dementsprechend auf mögliche künftig Steuererhöhungen ein. Die Stimmbürger befürworten danach ohne Wortmeldung das Budget 2021 sowie einen Steuerfuss von 63%.

Revitalisierte Linth und sanierte Alpstrasse

Sämtliche Traktanden passieren ohne Wortmeldungen. Damit genehmigen die Stimmbürger die Revitalisierung des «alten Mühle-Geländes» in der Längrüti in Mitlödi, die Sanierung der Alpstrasse im Mühlebachtal, die Nutzungsplan-Anpassung für die Deponie Däniberg, die Strassen- und Werkleitungs-Sanierungen an der Schwander Sernftalstrasse und der Hauptstrasse in Linthal. Damit setzen sie ein Investitionsvolumen von gesamthaft CHF 6.435 Mio. frei.

Wie und wo passt der Werkhof Engi?

Zu reden gibt nur der geplante Standort und die Ausstattung des 2.4-Mio.-Projektes «Werkhof Engi». Für Rückweisung zwecks Redimensionierung und Standortprüfung setzen sich Barbara Rhyner und Makus Figi ein, während Gemeinderat Fridolin Luchsinger die Notwendigkeit eines modern ausgestatteten Werkhofes und die Vorteile der Investition für das lokale Gewerbe betont. Die Stimmbürger gewähren mit deutlicher Mehrheit den Verpflichtungskredit.

J.J. Zimmermann wird GPK-Präsident

Als Ersatz von Hanspeter Toggenburger, den Gemeindepräsident Mathias Vögeli für seine langjährigen und wegen der besonderen Corona-Lage nochmals um ein halbes Jahre verlängerten Verdienste als GPK-Präsident würdigt, wählt die Versammlung den Bankkaufmann Johann Jakob Zimmermann aus Mitlödi zum Präsidenten der Geschäftsprüfungs-Kommission.