Wertvolle Bildungsarbeit

Am vergangenen Mittwochabend fand die 37. ordentliche Hauptversammlung der Glarner Musikschule statt. Präsident Dr. Alfred Stöckli hielt aus seiner Sicht Rückschau auf das Jahr 2008. Schulleiter Hans Brupbacher liess seinerseits noch einmal die Höhepunkte des vergangenen Jahres Revue passieren. Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von Fr. 2`785 ab.



Präsident Alfred Stöckli und Musikschulleiter Hans Brupbacher während der HV im Saal der Musikschule. (Bild: mst)
Präsident Alfred Stöckli und Musikschulleiter Hans Brupbacher während der HV im Saal der Musikschule. (Bild: mst)

Als musikalischer Auftakt spielte das Trio mit Stefan Mächler (Saxophon), Dominik Berchten (Perkussion) und Lehrer Andreas Friedli (Keyboard) ein südamerikanisches Stück mit vielen jazzigen Einlagen. Als Zugabe fungierte der wie ein Bolero klingende Samba-cançao des auch für Hollywood tätigen Komponisten Clare Fischer. Das Stück tönte geheimnisvoll, und das Saxophon war kunstvoll mit eingebunden.

Bericht des Präsidenten

Präsident Dr. Alfred Stöckli stellte in seinem Bericht fest, dass von allen Lehrpersonen wiederum wertvolle Bildungsarbeit geleistet worden sei. An der Landsgemeinde vom 4. Mai 2008 seien neue gesetzliche Grundlagen für das Wirken subventionierter Musikschulen beschlossen worden. Leider habe sich die Musikschule mit ihrem Vorschlag, die Subvention auch für die Sekundarstufe II (bis 20-jährige Schüler) einzuführen, nicht durchsetzen können. Zudem wolle man die Qualitätssicherung und –förderung nach dem speziell für Musikschulen entwickelten QM-System „quarte“ einführen. Mit Stolz wies Stöckli darauf hin, dass auf das Herbstsemester der neue Instrumentalbereich Akkordeon und Schwyzerörgeli eingeführt werden konnte. Schliesslich bedankte er sich bei allen Lehrpersonen und Beteiligten für die Arbeit im vergangenen Jahr.

Bericht des Schulleiters

Schulleiter Hans Brupbacher kam seinerseits nochmals auf die Landsgemeinde zu sprechen und bedauerte den damaligen Ausgang sehr. Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass dieser Mangel im kantonalen Gesetz noch korrigiert werde. Mit Freude verwies er auf die Initiative „Jugend + Musik“, die, damals im Hotel Glarnerhof lanciert, am 18. Dezember 2008 in Form von 153`500 Unterschriften der Bundeskanzlei übergeben werden konnte. Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer habe einen Antrag eingebracht, der lautet: „Der Bund fördert in Ergänzung zu kantonalen und kommunalen Bildungsmassnahmen die musikalische Bildung.“
Unter „Personelles“ vermeldete Brupbacher den Abgang von Regula Hamann als Blockflötenlehrerin und dankte ihr für die treuen Dienste. Betty Otter gibt neu Unterricht in Kontrabass. Ruth Illi dankte er für 35 Jahre Lehrtätigkeit an der Musikschule, ebenso Alfred Böhm für 25 Jahre und Daniel Zbinden für 20 Jahre. In der Raumpflege ist seit 10 Jahren Heidi Lütschg tätig.
2007 waren die beiden am häufigsten gelernten Instrumente (akustische) Gitarre mit 179 Schüler/-innen und Klavier mit 161 Schüler/-innen. In der musikalischen Grundausbildung befinden sich 180 Kinder. Unterricht wurde an 15 Orten im ganzen Kanton erteilt.
Die Musikschüler/-innen haben an 110 Konzerten, Veranstaltungen und Anlässen gespielt. Speziell zu erwähnen sind die Stufentests für die Fächer Violine, Cello, Blockflöte, Saxophon, Klarinette und Gitarre, bei denen 99 Schüler/-innen teilgenommen haben. Das vierte so genannte Benefizkonzert zu Gunsten der Musikschule fand unter dem Namen „Latinalità“ in der Aula der Kantonsschule statt. Schulleiter Brupbacher bedankte sich bei allen Lehrpersonen und nicht zuletzt bei seiner Sekretärin, Annette Streuli, dem Präsident Alfred Stöckli, sowie den Rechnungsrevisoren Hansjörg Riem und Jürg Rüegg.

Betriebsrechnung 2008

Die Betriebsrechnung 2008, geführt von Dr. Basil Collenberg, schliesst mit einem Gewinn von Fr. 2`785.20 ab. Das Eigenkapitel per 31. Dezember 2008 beträgt Fr. 32`462.55. Beim Instrumentenfonds ergibt sich ein Gewinn von Fr. 2`259.77 und ein Vermögen von Fr. 18`383.92. Der Fonds zur Ermässigung der Schulgelder weist einen Gewinn von Fr. 10`903.15 und ein Vermögen von Fr. 31`402.80 aus. Der Revisorenbericht bestätigt die Richtigkeit obiger Angaben.