Wettbewerb: Sauberstes Fridlisfeuer

In diesem Jahr wurden die Fridlisfeuer erstmals hinsichtlich Sauberkeit und Umweltverträglichkeit beurteilt. Die Organisatoren und Helfer des saubersten und umweltverträglichsten Fridlisfeuers erhalten einen Preis.



Zum Gedenken an den Glarner Landespatron St. Fridolin findet immer am Fridlistag, dem 6. März, in etlichen Glarner Ortschaften ein Fridlisfeuer statt. Es gehört ursprünglich zu den vorchristlichen Frühlingsfeuern und sollte den Winter vertreiben und den Frühling ins Land einziehen lassen. Schon in der Woche vorher trugen früher die Kinder Brennmaterial zusammen und errichteten damit auf freistehenden Hügeln in der Nähe der Ortschaften mächtige Holzstösse. Am Abend des Fridlistages wurden die Haufen angezündet, wobei jede Kinderschar mit ihrem Feuer die Feuer der benachbarten Anhöhen zu überbieten versuchte.

Die Problematik der Fridlisfeuer für die Luftreinhaltung

Heute wird diese Tradition immer noch gepflegt. Allerdings wurde bis vor rund 20 Jahren der Brauch dazu benutzt, um Häuser zu entrümpeln und Abfall zu verbrennen. Aus diesem Grund wurde mit der Inkraftsetzung der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung das Verbrennen von Abfallholz und Abfällen verboten. Beim Verbrennen von Abfällen im Freien entstehen giftige Rauchgase. Je nach Art des Abfalls und der Verbrennungsbedingungen sind in den Abgasen gefährliche, gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten, welche sich u.a. auf die Pflanzen und die Böden in der Umgebung ablagern oder direkt eingeatmet werden können.

Wettbewerb: Sauberstes und umweltverträglichstes Fridlisfeuer im Kanton Glarus

Durch wiederholte Informationen wurde in den vergangenen Jahren jedoch immer besserer Brennstoff für die Fridlisfeuer verwendet. Die Veranstalter der verschiedenen Fridlisfeuer haben erkannt, dass es für die Umwelt wichtig ist, dass für die Fridlisfeuer nur trockenes, sauberes Holz verwendet wird.

Um diejenigen Veranstalter, welche sich in besonderem Masse für ein sauberes, umweltverträgliches Fridlisfeuer einsetzten, zu belohnen, wurde beschlossen, alle diesjährigen Fridlisfeuer durch eine Fachjury beurteilen zu lassen. Die Fachjury bestand aus Vertretern der drei Gemeinden und des Kantons sowie des Fridlibundes.

Mit dem Titel des saubersten und umweltverträglichsten Fridlisfeuer 2015 wurde durch die Fachjury das Fridlisfeuer in Oberurnen gekürt. Organisiert wurde das genannte Fridlisfeuer von der Primarschule Oberurnen. Die Fridlisfeuer von Engi und Netstal war ebenfalls sehr gut und wurden nur knapp geschlagen. Die Gewinner erhalten für ihr Fridlisfeuer einen Preis.