Wetterfeste Turnerinnen am Berner Kantonalturnfest in Thun

Am vergangenen Wochenende vom 25./26. Juni zog es die Oberurner Turnerinnen nach Thun ans Berner Kantonalturnfest. Morgenstund hat Gold im Mund! Naja, da waren sich die Turnerinnen nicht so ganz einig, als sie sich um 05.30 Uhr in Oberurnen gemeinsam auf den Weg machten.



Um 06.00 Uhr wurde die erste Wegstrecke – Ziegelbrücke–Zürich – in Angriff genommen. In Zürich konnten dann letzte Besorgungen vorgenommen und der nächste Zug in Richtung Thun bestiegen werden. Da auf dem Wettkampfplatz kaum Zeit blieb, wurden die Gymnastikdressli bereits im Zug montiert und fleissig diverse Wetter-Apps konsultiert. Am Ende sollte unsere Wochenend-Wetterfee, Corinne Schnyder (alias Bucheli), Recht behalten: Heftige Regenschauer während des Weitsprungs und später tendenziell Nieselregen mit vereinzeltem Platzregen – wenig sonnige Aussichten.

Kaum in Thun angekommen wurde der Zeltplatz entsprechend markiert und die Gymnastinnen machten sich ans Einwärmen. Aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls traten sie den Wettkampf in reduzierter Zahl und veränderter Formation an. Eine weitere Gymnastin war verletzt, konnte aber dennoch am Wettkampf teilnehmen. Einige Schliffe am Programm und der Ausführung forderten den Gymnastinnen viel Konzentration ab. Schlussendlich konnte die Gymnastik aber mit viel Freude und ohne grobe Patzer dem Publikum präsentiert werden und erhielt die tolle Note von 8,31. Weiter ging es mit der Pendelstafette auf Asphalt. Die sechs startenden Turnerinnen konnten mit der Note von 8,88 einen neuen Vereinsrekord in dieser Disziplin erreichen. Leider verletzte sich bei der Stafette eine unserer besonders begabten Weitspringerinnen und konnte den folgenden Wettkampf nicht mehr bestreiten. In Kombination mit den – wie von Corinne prognostizierten – starken Regenschauern und der Verletzung einer weiteren Weitspringerin bereits im Vorfeld, ergab sich im Weitsprung in der Folge nur noch eine Note von 7,09 – rund 0,9 Punkte weniger als am Verbandsturntag. In den anderen Disziplinen konnten dafür durchgehend Steigerungen verzeichnet werden.

Gesamthaft resultierte im 3-teiligen Wettkampf die Punktzahl 24,28 und der 45. Platz von 93 startenden Vereinen in der entsprechenden Stärkeklasse: Eine Rangierung in der vorderen Hälfte war auf jeden Fall zu feiern und so liessen es sich die meisten Turnerinnen nicht nehmen, trotz bescheidener Wetterlage das Turnfest in vollen Zügen zu geniessen. Einige entschlossen sich, das Turnfest bereits am Samstagabend ausklingen zu lassen. Die wetterfesteren und weniger angeschlagenen räumten am frühen Sonntagmorgen den Zeltplatz und waren bereits zur Mittagsstunde müde, aber zufrieden, zurück im Glarnerland.