Wichtige Entscheidungen für den Automobilisten stehen im Raum

An der gut besuchten Generalversammlung vom TCS Sektion Glarus im «Schützenhaus» orientierte Präsident Hansjürg Rhyner, dass in diesem Jahr noch wichtige Abstimmungen bevorstehen. So die Milchkuh-Initiative, die zweite Gotthard-Röhre oder auch die geplante Verkehrsberuhigung in Glarus.



Es war wie gewohnt eine kurze und speditiv durchgeführte Versammlung, die von über 100 TCS-Mitgliedern gut besucht war. Unter den verschiedenen Gästen konnte Rhyner den Präsident der Sektion Zug, Thomas Ulrich, und von der Sektion St. Gallen, Geschäftsführer Philipp Ronner, sowie Gemeindepräsident von Glarus Nord, Martin Laupper, begrüssen. Der Gemeinderat von Glarus war vertreten durch Gemeinderat Chrigel Büttiker, welcher sich gegen Ende der Versammlung noch zur geplanten Verkehrsberuhigung äusserte.

Positive Echos auf TCS-Veranstaltungen


«Wir waren insgesamt sehr positiv überrascht, wie gut im vergangenen Jahr unsere Veranstaltungen besucht wurden.» Wie Präsident Rhyner mitteilen konnte, sei das Echo der Besucher durchwegs positiv ausgefallen. «Das freut uns vom Vorstand natürlich sehr und gibt uns Mut, auch in Zukunft solche Veranstaltungen zu planen und durchzuführen.» In seinem kurzen Jahresbericht wies er auch auf die drei Spitzenprodukte des TCS hin. «Es sind dies die Patrouille TCS, der TCS ETI-Schutzbrief und der Rechtsschutz.» Wie er weiter ausführte, zählt der TCS schweizweit über 1,6 Mio. Mitglieder und bietet rund 1600 Mitarbeitern einen interessanten Arbeitsplatz.

Geplante Verkehrsberuhigung in Glarus


Zum geplanten Verkehrsberuhigungskonzept «Tempo 30» von Glarus – darüber wird an der kommenden Gemeindeversammlung vom 29. Mai entschieden – gab der Präsident ein Fazit aus Sicht des TCS. «Der TCS ist hier klar der Meinung, dass Tempo 30 nichts bringt und auf keinen Fall zielführend ist.» So würde der Benzinverbrauch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wegen Brems- und Beschleunigungsmanöver steigen und zudem die Umwelt zusätzlich belasten. «Generell gilt: je weniger Brems- und Beschleunigungsmanöver, desto weniger Verbrauch und Lärm.» Er forderte die stimmberechtigten TCS-Mitglieder auf, an der Gemeindeversammlung auf jeden Fall teilzunehmen und im Sinne des TCS mit Nein zu stimmen.

Aus der Sicht des Gemeinderates


«Die Gemeinde Glarus kann die Umfahrung nicht beeinflussen, die Gemeinde kann aber nicht einfach zuschauen und die Augen für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre schliessen und zusehen was passiert.» Gemeinderat Chrigel Büttiker nahm kurz Stellung zum geplanten Verkehrsberuhigungskonzept und auch zum aktuellen Parkplatzproblem. «Wir sind überzeugt, dass wir das vorliegende Verkehrsberuhigungskonzept gut überlegt und studiert haben, denn es muss endlich etwas passieren.» Damit geben wir der Gemeinde, so Büttiker weiter, eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, denn der Zustand wie er jetzt besteht, ist keine Lösung und nicht zukunftsorientiert. «Wir müssen uns in der Gemeinde entwickeln, wenn wir nicht stehen bleiben wollen und einmal mehr nichts unternehmen.»

Auch dieses Jahr war einer der Höhepunkte die Ehrung von 24 Superveteranen, welche für 50 Jahre Mitgliedschaft bei TCS geehrt wurden. Jeder und jede der Geehrten erhielt zur Erinnerung eine spezielle Flasche Wein und den verdienten Applaus der Anwesenden. Bei einem feinen Nachtessen aus der Küche des Restaurants Schützenhaus hatten die Teilnehmer noch Gelegenheit, über die kommenden Abstimmungen – Milchkuh-Initiative und zweite Gotthard-Röhre –zu diskutieren. Sicher war dabei auch das Verkehrsberuhigungskonzept der Gemeinde Glarus ein Thema.