Im Zusammenhang mit der Gemeindestrukturreform sind in der Arbeitsgruppe D8 „Alpen und Korporationen“ derzeit Diskussionen im Gange, wie künftig in der Grossgemeinde mit den Alpen und Korporationen umgegangen werden soll. Von der Stadtglarner Seite her gibt es offenbar Bestrebungen, nur noch sogenannte Grossalpen zu betreiben. Das würde bedeuten, dass verschiedene Alpen zusammen gelegt würden, beispielsweise die Alpen Längenegg, Auern, Deyen oder andere.
Der Gemeinderat Netstal ist ganz klar der Ansicht, dass eine solche Zusammenlegung nicht gut wäre. Er ist überzeugt davon, dass die bisherige Nutzung und Bewirtschaftung der einzelnen Alpen zielgerichteter und nachhaltiger durch die einzelnen Bewirtschafter erfolgen kann. Bei Grossalpen besteht ohne Zweifel die Gefahr, dass nur noch die besten Lagen benützt werden und alles andere vergandet. Solange die einzelnen Gemeinden noch Pächter für ihre Alpen finden, sollte nach Ansicht des Gemeinderates nichts daran geändert werden.
Die Netstaler Gemeindebehörde vertritt deshalb unmissverständlich die Ansicht, dass die Alpen nicht verkauft werden sollten. Anders sieht es aus beim bevorstehenden Verkauf der Alp „Altenohren“ auf dem Gemeindegebiet von Linthal. Hier macht es Sinn, dass diese Alp aus geografischen Gründen verkauft wird.




