Die Gemeindestrukturreform hat auch auf kirchlicher Ebene Diskussionen ausgelöst, wie die Zukunft der Glarner Kirche aussehen soll. Am Sonntag haben die Kirchgemeindeversammlungen Ennenda, Glarus-Riedern und Netstal einem Antrag zugestimmt, welcher die Kirchenräte ermächtigt, die nötigen Abklärungen «für eine Zusammenarbeit oder eine Zusammenlegung» der drei reformierten Kirchgemeinden vorzunehmen.
Ohne Gegenstimmen
Die Kirchgemeinde Ennenda genehmigte den Antrag einstimmig. Eine Votantin machte jedoch darauf aufmerksam, man solle nicht alles aus der Hand geben. Kirche und Pfarrerschaft müssten im Dorf bleiben.
Ohne Gegenstimme, aber mit zwei Enthaltungen stimmten die reformierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Glarus-Riedern dem Antrag zu. In der vorausgehenden Diskussion wurden Bedenken geäussert, dass mit einer allfälligen Fusion ein Abbau der Dienstleistungen in den bisherigen Kirchgemeinden verbunden sei. Man solle das Ganze langsam angehen und zuerst nur die Verwaltungen zusammenlegen. Die Ermächtigung zur Aufnahme von Abklärungen blieb jedoch unbestritten.
Einstimmig verlief die Abstimmung in Netstal. Ein Stimmbürger erkundigte sich, ob die Kirchgemeinde über weitere Schritte nochmals befinden könne, was selbstverständlich der Fall ist.
Kirchenratsmitglieder und Mitarbeitende der drei Kirchgemeinden trafen sich im Anschluss an die Versammlungen in Netstal zu einem Apéro, an welchem das dreifache Ja gewürdigt wurde.




