Wien – Glarus einfach

Die Musik des jungen österreichischen Trios Akk:zent ist geprägt von unbändigem Spielwitz und ansteckender Lebendigkeit. Wer den klingenden Beweis für den Witz hören möchte, auf den Friedhöfen Wiens gehe es lustiger zu und her als in den Strassen von Zürich (oder Glarus), der sollte sich das Konzert des ungewöhnlich besetzten, doch ganz ohrenfälligen Trios keinesfalls entgehen lassen.



Paul Schuberth, Johannes Münzner und Victoria Pfeil sind virtuose Musikanten, die ihren Instrumenten so noch nie gehörte Klänge entlocken. Den drei Schelmen gehen die Ideen nie aus und ihr Sound ist Ausdruck der eigenen Offenheit. Mal wenden sich die beiden Akkordeonisten und die Saxofonistin dem Jazz zu, um im nächsten Moment einen Schwenk hin zu balkanesken Klängen zu vollziehen. Dann deuten sie für einen kurzen Moment einen Popsong an, um diesen sogleich mit Tango und anderen südamerikanischen Musikstilen zu kreuzen. Ab und an geben sie sich französisch, nur um in Folge eine Brücke hin zu Fernöstlichem zu schlagen. Diese Bockssprünge sind von erfrischender Spontaneität, nie vorhersehbar und geradezu frühlingshaft berauscht. Genau die richtige Einstimmung also auf den Landsgemeindesonntag.