Wild muss gejagt werden, bevor man es essen kann!

Mit einem opulenten Wild-Buffet und einem Referat von Fritz Stüssi, Präsident des Glarner Jagdvereins, mit dem Thema «Jagd» überraschte kürzlich Hans Peter Keller, Verwaltungsratspräsident der Spinnerei Linthal im Linth Park Gäste, Freunde und Bekannte. Sein Namensvetter Claudio Keller, Mitorganisator des Wild-Buffets und bekannter Wildbret-Koch sorgte für Feinstes aus Küche und Keller.




In einem der Jagdzeit angepasstem Ambiente in der Linth Park-Halle in Linthal wurden Gäste, Freunde und Bekannte vom Gastgeber Hans Peter Keller, Verwaltungsratspräsident der Spinnerei Linthal, und Claudio Keller, bestens bekannter Wildbret-Koch, herzlich willkommen geheissen. Mit Spannung erwartete die muntere Gästeschar das Referat mit dem umfassenden und unerschöpflichen Thema «Jagd – einst und heute» von Fritz Stüssi, langjähriger erfahrener Jäger und Präsident des Glarner Jagdvereins.

Das Bild der Jagd hat sich verändert

Das Referat von GLJV-Präsident Stüssi beinhaltete vier Themen: Die Existenz der Jagd seit Urzeiten; das Jagen, die Nutzung und der Schutz des Wildes in unserer modernen Gesellschaft; Jagd und Jagdsysteme in der Schweiz und das Jagen als Passion. Eines dieser vier Themen wollen wir herauspicken. Das Bild der Jagd hat sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit, sehr zum Leidwesen der Jägerschaft, stark verändert. Das Naturverständnis der Bevölkerung gerade in den Städten hat sehr gelitten. Aber auch das Wild hat in unserer intensiv genutzten Landschaft schwierige Rahmenbedingungen. Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Die Lebensräume unserer Wildtiere wurden eingeengt, zerschnitten, ja teilweise auch zerstört. Grund hierfür sind Autobahnen, Strassen, intensive landwirtschaftliche Nutzungen, vielfältige Freizeit-Aktivitäten sowie die fortschreitende Verstädterung unserer Bevölkerung und damit die Entfernung von der jagdlichen Realität. In dieser sehr kritischen Bevölkerungsgruppe erlebt man das dann vielfach so: Sie bestellt im Restaurant liebend gerne Wild, doch vom Erlegen des Tieres will sie nichts wissen. Tatsache ist, dass jeder Bewohner unseres Landes pro Jahr 60 Kilogramm Fleisch verzehrt. Stillschweigen akzeptieren dieselben, dass dafür Tausende von Tieren in Schlachthöfen industriell getötet, filetiert und verwurstet werden. Als Konsumenten fordern sie partout das Natürliche und Biologische und vergessen dabei, dass Wildpfeffer aus unseren Bergen um einiges mehr Bio ist als ein Kotelett von einem Mastschwein. Sie vergessen auch, dass jährlich rund 8000 Rehe, 400 Wildschweine und 800 Feldhasen von Autos angefahren und getötet werden. All dies wird von dieser Bevölkerungsgruppe geflissentlich verdrängt.

Wild-Buffet liess keine Wünsche offen

Nach dem viel beachteten, hochinteressanten Vortrag von GLJV-Präsident Stüssi, welches wesentlich zum besseren Verständnis für die Problemen des Wildes und der Jagd beitrug, wurde das vom Wildbret-Koch sehnlichst erwartete Wild-Buffet vom fleissigem Servicepersonal und dem Chefkoch Claudio Keller höchstpersönlich aufgetragen. Das Wild-Buffet liess in der Tat keine Wünsche offen. Kellers Gemspfeffer war nebst vielem anderem weltmeisterlich, seine Zutaten nur vom Feinsten. Gäste, Freunde und Bekannte waren ausnahmslos begeistert, ganz nach dem Motto «Beim Keller gibt es Feines aus Küche und Keller».