Wildtiere von Schneemassen gefordert

Die grossen Schneemengen, teilweise vermischt mit Regen, stellen die Wildtiere vor grosse Herausforderungen. Sie sind jetzt besonders stark auf Ruhe angewiesen. Zudem suchen sie vermehrt Tallagen auf und dringen dabei auch in die Dörfer vor. Damit nimmt das Risiko für Unfälle im Strassenverkehr stark zu.




Die aussergewöhnlich hohen Schneemengen, welche teilweise vermischt mit Regen währenden den letzten Tagen gefallen sind, haben grosse Auswirkungen auf die Wildtiere und ihr Überleben des Winters. 

Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe 

Die Fortbewegung in diesem tiefen und schweren Schnee ist für die Wildtiere extrem kräfte- und energieraubend. Ihre natürliche Überlebensstrategie besteht darin, sich möglichst wenig zu bewegen und ihren Stoffwechsel auf ein Minimum zu beschränken. Müssen sie fliehen, z.B. infolge von Wintersportlern oder freilaufenden Hunden, verbrauchen sie unnötig viel Energie. Aufgrund der wenigen und kargen Nahrung können sie diese nicht mehr ersetzen. Dieser Energieverlust, besonders bei wiederholten Vorkommen, erhöht das Risiko für die Wildtiere beträchtlich, im Winter zu sterben. Es ist besonders wichtig, gerade bei solchen Schnee- und Witterungsverhältnissen die Wildtiere nicht zu stören. Bei der Ausübung von Wintersport sollte man sich immer auf den ausgeschiedenen Routen und Pisten aufhalten und auf das Variantenskifahren durch Wälder aus Rücksichtnahme auf die Wildtiere verzichten. Diese Regel gilt allgemein und insbesondere in den Eidgenössischen Jagdbanngebieten und Wildruhezonen. 

Erhöhte Unfallgefahr 

Die Wildtiere ziehen jetzt auch in die Tallagen und dringen dabei vermehrt in Dörfer vor auf der Suche nach Nahrung. Hier gilt es das Füttern zu unterlassen, denn sonst wird das Wild mit dem Futter in den Dörfern behalten und das Risiko von Kollisionen zwischen Auto und Wildtieren steigt. Bei solchen Unfällen wird nicht nur das Wildtier meist schwer verletzt oder gar getötet, sondern auch die Fahrzeuginsassen können verletzt werden und es entsteht Sachschaden. Eine angepasste Geschwindigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit hilft mit, Wildunfälle zu verhindern. Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall kommen, so ist die Polizei zu benachrichtigen (055 645 66 66 oder 117) und auf dem Unfallort zu warten.