Willy Graber fordert Roger Rychen

Beim Hallenschwinget Niederurnen vom kommenden Sonntag, 16. Februar, gibt es zwei klare Favoriten: Der Berner Gast Willy Graber und Lokalmatador Roger Rychen.

 



Zwischen 50 und 60 Schwinger aus den Kantonen Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Bern, Graubünden, Schwyz, St. Gallen, Thurgau, Zürich sowie Glarus messen sich kommenden Sonntag, 16. Februar, auf den Matten in Niederurnen. Die Kantone Bern und Schwyz gehören nicht dem NOS-Teilverband an und können lediglich als Gastklubs teilnehmen. Dies sind aus dem Berner Mittelland der Schwingklub Worblental sowie aus dem Kanton Schwyz die angrenzenden Schwingklubs Einsiedeln und March/Höfe. Lange Zeit galt der einheimische Eidgenosse Roger Rychen als klarer Favorit auf seinen sechsten Sieg in der Linth-Escher Halle. Doch erst unter der Woche wurde die Teilnahme des Berners Willy Graber bekannt. Der fünffache Eidgenosse, aufgrund seiner Grösse und Schwingart auf jedem Festplatz der Publikumsliebling, beendet am klubeigenen Worblentaler Hallenschwinget in Bolligen im April seine ausserordentlich erfolgreiche Laufbahn. Gut möglich, dass er am Sonntag sein zweitletztes Schwingfest bestreitet. 

Letztes Duell

Schon im vergangenen Jahr freute sich Roger Rychen auf ein weiteres Duell mit Graber, als der erstmalige Start des Berners bekannt war. Infolge einer kleineren Verletzung konnte dann der Lokalmatador nicht antreten und Graber kam zu einem überzeugenden Sieg. Im Gegenzug zum Gastspiel der Berner im Glarnerland sind die Niederurner ans Hallenschwinget Bolligen eingeladen. Das letzte Duell der beiden Eidgenossen datiert vom Mittelländischen Schwingfest 2018 (siehe Bild). Rychen und Graber sind die beiden einzigen angemeldeten Eidgenossen, gut möglich, dass sie bereits im Anschwingen aufeinandertreffen. Begleitet wird Graber von seinen Brüdern Alfred und Bänz sowie vom talentierten Adrian Walther.

Rapperswiler mit Ambitionen

Zu den Herausforderern zählen diverse Mittelschwinger, wie etwa der Schwyzer Gast Joel Kessler. Er bestritt am letztjährigen Kantonalen in Bennau den Schlussgang. Auch der Toggenburger Beat Wickli gilt es zu beachten. Wickli ist Anführer einer neuen Generation von Talenten beim Schwingklub Wattwil nach der Ära Abderhalden/Forrer. Vom Rapperswiler Verband sind mit Remo Büchler und Pirmin Gmür zwei bekannte Namen gemeldet. Büchler gehört zu den Routiniers. Obwohl er mittlerweile ein eigenes Geschäft (in Kaltbrunn) hat, will der Nationalratssohn auch im Sägemehl nochmals voll angreifen. Gmür ist seit 2019 NOS-Kranzer. Der zähe Ammler ist nur schwer zu bezwingen. Gleiches gilt auch für den Thurgauer Michael Steiner, der vom jungen Lars Hugelshofer begleitet wird. Bei den Zürchern muss man Nicola Wey auf der Rechnung haben. Er bestritt am Eidgenössischen alle acht Gänge.

Neuer OK-Präsident

Bei den Gastgebern setzt man nebst Rychen auf Reto Landolt und Christian Jöhl. Landolt hat seit dem Eidgenössischen (Schulterverletzung) pausiert. Nun will er es wieder wissen. Definitiv fehlen wird den Gastgebern Christian Pianta. Der Molliser laboriert an einer Schulterverletzung. Weiter ist von Seitens Nichtkranzern Sämi Horner, Beni Rhyner, Christian Schnyder, Christof Kirchmeier oder Michael Laager in heimischen Gefilden ein Exploit zuzutrauen. Der Anlass, der in der Mehrzweckhalle Linth-Escher stattfindet, wird erstmals vom neuen Klubpräsidenten, Metzgermeister, Martin Hager als OKP geleitet. Beim Schwingklub Niederurnen und Umgebung bildet der Klubvorstand jeweils auch das OK für die klubeigenen Anlässe (nebst dem Hallenschwinget ist der Klub in diesem Jahr auch für den Kant. Nachwuchsschwingertag an Auffahrt in Näfels zuständig). Hager hat im vergangenen Oktober das Präsidentenamt von Fridolin Beglinger übernommen. Beginn des Wettkampfes ist um 11 Uhr.