«Wir fangen immer mehr Feuer»

Letzte Woche trafen sich die Freunde des ESAF 2025 Glarus+ in Schänis. Hier besuchten sie den Nachwuchs im Schwingkeller und wurden von Jakob Kamm, Präsident des Kandidaturvereins, auf den neusten Stand gebracht.




«Wir sind sehr froh hier zu sein, wo die Unterstützung für uns von Anfang an gross war.» Mit diesen Worten begrüsste Jakob Kamm, Präsident des Kandidaturvereins ESAF 2025 Glarus +, die Freunde des Projektes für ein eidgenössisches Älpler- und Schwingfest 2025 im Glarnerland letzte Woche in Schänis. Die angrenzenden St.Galler Gemeinden hätten sehr früh erkannt, dass das sportliche Grossereignis eine enorme Chance weit über die Glarner Kantonsgrenzen hinaus sein könnte. Dass sie sich im eigenen Kanton nicht nur Freunde dafür geschafft haben, räumte der Gemeindepräsident von Schänis, Herbert Küng, bei seinen Grussworten ein, kandidiert doch mit der Stadt St.Gallen ja auch der Kantonshauptort für die Durchführung. «Für diese einmalige Möglichkeit nehmen wir die Kritik aber gerne in Kauf.» Kamm führte weitere aus, was der Verein in den letzten Monaten geleistet hat. «Der Landsgemeindeentscheid vor gut einem Jahr hat uns sehr viel Rückenwind gegeben.» So habe man sich gleich auf die zwei grossen Herausforderungen Verkehr und Infrastruktur gewagt. Hier sei man auf gutem Wege, habe aber jetzt noch nichts Spruchreifes. «Wir gehen den Weg, dass wir erst kommunizieren, wenn wir auch wirklich was zu sagen haben.» Dazu gehöre auch, dass man sich einen Tag zuvor mit dem Gewerbe und am Morgen mit dem Tourismus ausgetauscht habe. «Beide Bereiche können hier gross partizipieren und profitieren, diese Arbeit kann ihnen aber der Kandidaturverein nicht abnehmen.» Ihm gefalle auch, dass seit diesem Schuljahr auch vier Jungschwinger die Sportschule Glarnerland besuchen. «Dies ist in der ganzen Schweiz einzigartig und ein gutes Beispiel für die Akzeptanz des Schwingens als professionellen Sport.» Das nächste grosse Ziel nun sei die Kandidatur im März 2021, bis dahin wird auch das umfangreiche Pflichtenheft erstellt. «In den kommenden 34 Monaten ist es aber auch wichtig, dass die Region zeigen kann, dass es das Schwingfest auch wirklich will.» Dass der Schwingsport in der Region wirklich gelebt wird, zeigte zum einen der «Tag des offenen Schwingkellers» in Schänis im Vorfeld des Treffens, aber auch die beiden Familien Beglinger und Riget, bei denen jeweils drei Generationen den Nationalsport frönen. Mit einem geselligen Nachtessen ging das Zusammentreffen der rund 100 anwesenden Freunde des Eidgenössischen Älpler- und SchwingArtikelfestes 2025 Glarus+ in Schänis gemütlich zu Ende.