Wir wollen der Natur etwas zurückgeben

Eine interessante Betriebsbesichtigung bei der prosperierenden Firma Inauen-Schätti AG in Schwanden bildete den Auftakt zur 2. Biogas-Landsgemeinde vom vergangenen Mittwochnachmittag, welche im Saal des Brauereigasthofs Adler in Schwanden stattfand. Drei Kurzreferate bildeten die Schwerpunkte dieses von der Erdgas Linth AG organisierten Anlasses, die ganz im Zeichen von Energieträgern der Zukunft standen.




Gelungener Auftakt für die 2. Biogas-Landsgemeinde war eine Betriebsbesichtigung der Firma Inauen-Schätti AG in Schwanden, die weltweit mit grossem Erfolg ihre hervorragenden Produkte verkauft. Die Firma entwickelt und produziert neben den Hauptgeschäftsfeldern, Seilbahnen und Schrägaufzüge, auch diverse Sonderanlagen für herausfordernde Kundenansprüche. Sieben Geschäftsfelder beinhalten auch eine umfassende Montageabteilung für Seilbahn- und Spezialmontagen, wie zum Beispiel Stadionüberdachungen. Dazu kommen auch Lawinensprengsysteme und der Stahlwasserbau. Gruppenweise wurden die von der Erdgas Linth AG eingeladenen Gäste kompetent und sachkundig von CEO Michael Hanimann, seinem designierten Nachfolger Patrick Inauen und Ruedi Tresch, Leiter Fabrikation und Mitglied der Geschäftsleitung, durch die Verwaltungs- und Produktionsstätten geführt. Eine weltweitbekannte Firma, auf die wir Glarner besonders stolz sein dürfen!

Interessante Referate über erneuerbare Energien

Kein hochgeachtetes Herr Landammann, auch kein hochvertrautes liebe Mitlandleute, wie zu Beginn eines Votums bei Glarner Landsgemeinde, sondern mit einem schlichten «Grüezi mitenand» eröffnete Franz Landolt, Verwaltungsratspräsident der Erdgas Linth AG, die 2. Biogas-Landsgemeinde und liess die im Saal des Brauereigasthofs Adler zahlreich anwesenden Gäste, unter ihnen die Referenten Regierungsrat Kaspar Becker, Ronny Kaufmann, CEO der Swisspower AG und Martin Zopfi, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus, herzlich willkommen heissen.

Erneuerbare Energien - Weg in die Zukunft

Gespannt warteten die die Teilnehmer der Biogas-Landsgemeinde auf die angekündeten Referate von Regierungsrat Kaspar Becker, Ronny Kaufmann, CEO Swisspower AG, und Martin Zopfi, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus. Regierungsrat Beckers Kurzreferat behandelte die geplanten Anpassungen am Kantonale Energiegesetz, im Speziellen die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Die Energiepolitik der Kantone orientiert sich an den Zielen des Klima- und Ressoursenschutzes. Dieser setzt auf Energieeffizientz und erneuerbare Energien und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung. Die Prinzipien der Subsidiarität und Eigenverantwortlichkeit stehen dabei im Vordergrund.

Energiestrategie 2050 und CO2-Gesetz

Ronny Kaufmann, CEO der Swisspower AG, referierte über die Energiestrategie 2050. Die bisherige Energiestrategie sei eine reine Stromstrategie. Weiter informierte er über deren Szenarien und Herausforderungen. Interessant auch seine Informationen über den aktuellen Stand des CO2-Gesetzes und der Vorschlag des Bundesrates, nachdem der Ständerat das Gesetz in erster Lesung versenkt hat. Zu guter Letzt informierte Referent Kaufmann über das Leuchtturm Projekt LIMECO – 2,5 MW Power-to Gas.

Von Erd- zu Biogas in Glarus Süd

Biogas ist auch ein wichtiges Thema bei den Technischen Betrieben Glarus, deren Geschäftsführer Martin Zopfi zum Abschluss der 2. Biogas-Landsgemeinde über das Thema «Von Erd- zu Biogas in Glarus Süd» im Detail referierte. Vier Sparten spielen bei der Biogas-Energienutzung eine Rolle: Wärme, Mobilität, Strom Produktion und die Industrie. Die Technischen Betriebe Glarus sind für den Auf- und Ausbau der Erdgasversorgung in den Gebieten Netstal, Glarus, Riedern, Ennenda, Mitlödi und Schwanden inkl. Nidfurn und Haslen zuständig sowie auch für die Betriebsführung der Gebiete Schänis, Näfels und Mollis verantwortlich. Schwanden hat übrigens bereits wieder seit Ende 2017 eine Erdgasversorgung.

Brauereibesichtigung und Apéro riche

Eine Betriebsbesichtigung der Brauerei Adler in Schwanden ist für durstige Seelen, zu denen ich zweifelsfrei auch gehöre, immer wieder ein Erlebnis. Mit Geschäftsführer Roland Oeschger, Braumeister Jörg Kambach und Bierbrauer David Fischer höchstpersönlich durch die Betriebsanalagen geführt zu werden, ist pures Vergnügen. Und dann noch als krönender Abschluss ein Musterpaket mit all den feinen Bierköstlichkeiten der Adler Bräu geschenkt bekommen, ist der absolute Hammer! Ein herzliches Dankeschön der Brauerei Adler! Der abschliessenden hervorragende Apero riche aus der «Adler»-Küche beendete eine in jeder Beziehung gelungenen Biogas-Landsgemeinde.