Wirtschaftswoche 2020

Auch in diesem Jahr findet vor den Herbstferien die von der Glarner Handelskammer organisierte Wirtschaftswoche in der Kantonsschule Glarus statt. Die Schülerinnen und Schüler berichten über ihre Erlebnisse bei der Führung eines virtuellen Unternehmens.



Bericht des fünften Tages, Wirtschaftswoche

Carla Thoma, Xenia Piccolotto, Oona Zambelli

Der fünfte und letzte Tag der Wirtschaftswoche begann erneut in den Klassenzimmern, und zwar mit einer Vorbesprechung des heutigen Programms. Anschliessend hatten wir circa eine Stunde Zeit, um uns noch einmal auf die Generalversammlung vorzubereiten. In den Gruppen wurde den einzelnen Punkten nochmals der letzte Schliff verliehen, bevor es dann ernst wurde. Um neun Uhr fanden sich alle Teams in den Klassenzimmern ein und das erste Unternehmen startete die Versammlung, moderiert von den Kommunikationschefs. Nachdem zuerst das Produkt selbst und dann das Vorgehen der einzelnen Firmen präsentiert wurde, wurde jeweils noch eine Fragerunde eröffnet, in der die Aktionäre sich über vergangene Fehler und zukünftige Geschäftsjahre erkundigen konnten. Den Abschluss der Generalversammlung bildete ein Feedback und ein zusammenfassender Rückblick von den Fachlehrern zu der Wirtschaftswoche. Auch die Schüler konnten rückblickend ihre Anliegen zur Woche noch einbringen. Damit wurde der aktive Teil der WiWo beendet. Neben allgemeiner Erleichterung darüber, dass nun alle Aufträge abgeschlossen und alle schwierigen Entscheidungen getroffen waren, herrschte auch ein klein wenig Wehmut darüber, dass man sich nicht mehr auf ein weiteres spannendes Geschäftsjahr freuen konnte.

Nach getaner Arbeit und einem gelungenen Mittagessen versammelten wir uns ein letztes Mal zur Prämierung der Werbespots in der Aula. Unter der Leitung von Samuel Enggist wurden alle während der letzten Tage gedrehten Clips vorgeführt und bewertet. Neben Filmspezialist Martin Bäbler hatte auch die Gesamtheit der drei Klassen als Jury die Möglichkeit, den Gewinner mittels Abstimmung zu küren. Den Innovation-Award gewann das Unternehmen Venti Cardea, gefolgt von den Firmen A-VAC und Actron auf dem zweiten und dritten Platz. Mit der Überreichung des Preises fand die Wirtschaftswoche schliesslich ihr Ende und die Schüler wurden in die Ferien entlassen.

Bericht des vierten Tages der Wirtschaftswoche

Von Silja Bischofberger, Aleksandar Georgievski, Isabel Pankasz

Auch am Donnerstagmorgen trafen wir uns in den Klassenzimmern. Kurz darauf setzten wir uns in den Unternehmen zusammen und diskutierten unsere Entscheidungen für das 14. Geschäftsjahr, das zweitletzte. Die Erfahrungen, die wir als Unternehmen in den letzten drei Tagen sammelten, machten sich heute erkennbar. Obwohl wir gleich viel Zeit für die Firmenentscheide hatten wie sonst, und die Anzahl der Entscheidungen jedes Mal stieg, verspürten wir wenig bis keinen Zeitdruck.

Heute war die Abgabe für die Werbespots. In unserer Klasse hatten alle Firmen mit dem Gleichen zu kämpfen; mit der Zeit. Der Spot durfte maximal 30 Sekunden lang sein, uns wurde sogar gesagt, zehn Sekunden seien optimal. Es war problematisch, all die Ideen, für die wir so begeistert waren, in dieses kleine Zeitfenster zu quetschen. Schlussendlich kam jede Firma nach schmerzhaftem Kürzen von Videoclips auf genau 30 Sekunden.

Nach Abgabe der Werbespots besprachen wir das 14. Geschäftsjahr. Diese Analyse war die letzte Gelegenheit, um Verbesserungspotenzial zu erkennen. Anschliessend war es Zeit zum Mittagessen.

Am Nachmittag starteten wir direkt damit, das 15. Geschäftsjahr zu führen. Dies war unsere allerletzte Chance, Veränderungen an unserer Firma vorzunehmen. In den letzten fünf Geschäftsjahren gab es viele Ups and Downs. Da wir «Anfänger» sind, unterliefen uns natürlich auch einige Kalkulationsfehler.

Morgen wird es eine Generalversammlung geben, in welcher jedes Unternehmen ihre Entscheidungen der letzten fünf Geschäftsjahre rechtfertigen muss. Um auf kritische Fragen der Konkurrenz und der Presse schlagfertig antworten zu können, bereitete sich jedes Mitglied der Geschäftsleitung darauf vor.

Zum Schluss besprachen wir unser allerletztes Geschäftsjahr.
Um das Image unserer Firmen beeinflussen zu können, erzählen und erklären wir ihre Geschichte an der morgigen Generalversammlung.

 

Bericht des dritten Tages der Wirtschaftswoche

Von Silja Bischofberger, Aleksandar Georgievski, Isabel Pankasz

Am Mittwochmorgen startete der Tag für alle Klassen ihn ihren Zimmern. Als erstes besprachen wir die Analyse des 12. Geschäftsjahres. Bei dieser Analyse stellt sich jedes Mal heraus, wo noch Verbesserungen in der Unternehmungsplanung vorgenommen werden können. Wir versammelten uns in den jeweiligen Unternehmungsräumen, um die Entscheidungen für das 13. Geschäftsjahr zu machen. Hitzige Diskussionen entstanden dabei, da alle Meinungen unter einen Hut gebracht werden mussten. Kritikpunkte wurden in Form von Verbesserungsvorschlägen positiv umgesetzt, um somit ein hoffentlich erfolgreicheres nächstes Geschäftsjahr zu erleben.

Aber nicht alle Mitglieder der Geschäftsführung hatten Zeit für diese Entscheidungen. Der CCO (Chief Communication Officer; Kommunikation) und der CMO (Chief Marketing Officer; Vermarktung) bekamen die spezielle Aufgabe, sich für eine Pressekonferenz vorzubereiten. An dieser Konferenz wurde jedes Unternehmen von ihren CCOs und CMOs vertreten. Sie stellten jeweils die Ansicht der eigenen Firma zum Thema «Verantwortung» vor. CCO und CMO gaben bekannt, wie Verantwortung in ihrer Firma umgesetzt wurde. Diese Verantwortung konnte beispielsweise bei Ökologischen Aspekten, oder auch bei Behandlung von Kunden und Angestellten aufgezeigt werden.

Natürlich musste auch ein wenig Theorie behandelt werden, da ohne diese unsere Unternehmen bankrottgehen würden. Der Theorieteil bestand aus der Aufgabe des COO (Chief Operation Officer; Prozesse). Genau wie jeder andere Teil, ist der Prozess relevant für ein erfolgreiches Produkt.

Anschliessend fuhren wir schon mit der Analyse des 13. Geschäftsjahres fort. Kritikpunkte mussten wieder gemerkt und notiert werden, da wir sie am Donnerstag erneut brauchen werden. Danach gingen alle zusammen in den Mittag.

Der Nachmittag bestand aus dem letzten Theorieblock, welcher sich um das Personal handelte. Es wurden umstrittene Themen diskutiert, wie zum Beispiel «Was ist ein sozial fairer Lohn?», oder «Unter welchen Umständen kann/darf man sich von seinen Mitarbeitern trennen?» Wir bekamen sogar eine Liste von 20 Mitarbeitern, welche mit Namen, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Leistung und zusätzlichen Bemerkungen beschriftet waren, und mussten anhand davon entscheiden, welche sieben wir entlassen würden. Die Meinungen gingen hier weit auseinander. Es gab welche, die eher nach sozialen Kriterien entschieden, und solche, die mehr auf das finanzielle Wohl der Firma achteten. Bei einer solchen Aufgabe stellt sich heraus, ob man genug abgehärtet ist, um solche Entscheidungen treffen zu können.

Zum Schluss bekamen alle Unternehmen ein wenig Zeit, um den Prozess ihres Werbespots abschliessen zu können. Dieser muss einen Tag später am Vormittag abgegeben werden, weshalb der Rest vom Mittwoch dafür investiert wurde.


Bericht des zweiten Tages der Wirtschaftswoche

Von Lilly C. Schreiner, Kira Hunold, Ambros D. Anrig

Die Klassen trafen sich wie am vorigen Tag am Morgen in der Aula. Dort erhielten sie ein Referat von Daniel Hauri zum Thema Marktwirtschaft. Er gab den Schülern viele wichtige Informationen zur Kommunikation, zum Marketing und zur Werbung. Daraufhin gab es einen weiteren Vortrag von Martin Bäbler. Er ist Kameramann und dreht verschiedenste Aufnahmen für Werbungen, Filme und Weiteres. Martin Bäbler konnte den Schülern viele wichtige Herangehensweisen für die Produktion von Werbespots erklären. 

Anschliessend konnten die Schüler sich in ihren einzelnen Unternehmungen treffen und die Ideen für die Werbespots ihres Produktes besprechen. Dann kamen die Schüler nochmals kurz in der Aula zusammen, um den bisherigen Vormittag zu reflektieren.

Um ca. 11.00 Uhr trafen sich die Klassen in ihren Zimmern, wo die Leiter ihnen einen Theorieteil zum Thema Finanzen vortrugen.

Nach der Mittagspause gab es in den Klassen einen weiteren Theorieteil zu den Finanzen und der Kalkulation.

Im Anschluss konnten sich die Unternehmungen wieder in ihren Zimmern treffen und überlegen, wie sie das 12. Geschäftsjahr ihres Unternehmens gestalten wollen. Dazu füllte jedes Unternehmen einen Finanzplan aus. Diese wurden dann mit den Leitern und den jeweiligen CEOs und CFOs simuliert, unter Auslassung der anderen Unternehmen. Die verbleibende Zeit des Nachmittags konnten die Unternehmen nutzen, um ihren Werbespot weiter zu planen.

Zum Schluss konnte jeder wieder sein Lernjournal ausfüllen und danach war der zweite Tag der Wirtschaftswoche schon wieder vorbei.



Bericht des ersten Tages der Wirtschaftswoche

Von Lilly C. Schreiner, Kira Hunold, Ambros D. Anrig

Um 07.55 Uhr trafen sich die fünften Klassen der Kantonsschule Glarus in der Aula. Dort wurden sie von dem Rektor und von verschiedenen in der Wirtschaft tätigen Personen in den Ablauf und Sinn der WiWo eingeführt.

Danach trafen sich die Fünftklässler in ihren Klassen, welche je aus drei Unternehmen bestehen, in den Zimmern. Dort lernten sie ihre zwei Betreuer für die Woche kennen. Die Leiter erklärten die Simulation der Woche nochmals genauer und gaben die Aufträge bekannt.

Nun konnten sich die Unternehmen zum ersten Mal treffen, um die Einteilung in der Geschäftsleitung und den Namen der Firma festzulegen. Die festgelegten Entscheide wurden dann in der Klasse präsentiert.

Das Unternehmen 1 hat den Namen Accomax gewählt. Unternehmen 2 Saubr und Unternehmen 3 WusCH AG.

Nach den Präsentationen trafen sich die Leute der gleichen Geschäftsleitungspositionen und bearbeiteten ein Auftragsblatt zu ihren Aufgaben.

Anschliessend gab es nochmals ein Treffen als Klasse und einen kurzen Input der Leiter. Anschliessend trafen sich die Unternehmen erneut und legten die nächsten Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens fest.

Um 12.10 Uhr ging es dann in die Mittagspause.

Am Anfang des Nachmittags gab es einen erneuten Theorieteil in der Klasse. Dann trafen sich die Unternehmen, um die Vision, Werte und Strategie der Unternehmung zu erarbeiten.

Als Nächstes wurden in der Klasse die Resultate des ersten absolvierten Geschäftsjahres präsentiert. Die Entwicklung der Firma wurde dann in den einzelnen Unternehmen analysiert. Die nächsten Schritte wurden aus der Analyse resultierend erarbeitet. Zur Reflexion des Tages schrieb jeder in sein Lernjournal, was er aus dem Tag mitgenommen hat.