Wissen, wo die Wärme bleibt: Wärmebildaktion von Raiffeisen bis 31. Januar 2020

Für nur 100 Franken den energetischen Zustand Ihres Wohneigentums einfach und günstig prüfen. Dies ermöglicht die Wärmebildaktion von Raiffeisen diesen Winter zum dritten Mal. Wärmebilder zeigen eindrücklich Wärmeverluste einer Immobilie auf. Mitgeliefert werden eine energetische Einschätzung sowie hilfreiche Tipps zur Behebung von Schwachstellen und allgemein zum Vorgehen für eine energetische Modernisierung.



Die Mehrheit der bewohnten Gebäude in der Schweiz weist energetisch betrachtet Schwachstellen auf. So zeigten in den vergangenen zwei Jahren die erstellten Wärmebilder akuten Sanierungsbedarf bei fast zwei Dritteln der Gebäude. Bei weiteren 30 Prozent sollte langfristig eine energetische Modernisierung geplant werden. Diese Befunde erstaunen nicht, denn über 80 Prozent aller Gebäude in der Schweiz sind älter als 40 Jahre. Und die Sanierungsquote liegt bei tiefen 0,9 Prozent jährlich.

Warum ist die Sanierungsbereitschaft so tief? Das Thema Energieeffizienz ist komplex und für die meisten Eigenheimbesitzer ist die Hemmschwelle für einen Einstieg hoch. Hier helfen Wärmebilder weiter – sie geben einfach und schnell einen Einblick in den energetischen Zustand eines Gebäudes und zeigen Schwachstellen an der Gebäudehülle auf. Weitere Quellen von Energieverlusten gibt es beim Estrich oder bei der Kellerdecke. Zudem sitzen die grössten Energiefresser wie Heizung und Warmwasseraufbereitung im Haus selber.

Einen ganzheitlichen Hinweis auf das Energiesparpotenzial einer Immobilie gibt die energetische Einschätzung, die den Bestellern von Wärmebildern zusätzlich mitgeliefert wird. Die durchgeführten energetischen Einschätzungen zeigen, dass im Schnitt 41 Prozent Energie eingespart werden kann, was Kosteneinsparungen von rund 2400 Franken jährlich entspricht.

Rechnen sich energetische Modernisierungen?

Jede energetische Modernisierung ist zu Beginn mit grösseren Investitionen verbunden. Die jährlichen Einsparungen erscheinen kurzfristig zwar gering, langfristig aber rechnet sich eine energetische Sanierung. Bei der Rentabilitätsbetrachtung sind nämlich Faktoren zu berücksichtigen, derer sich viele Eigentümer nicht bewusst sind. Denn etliche Kosten fallen früher oder später sowieso an (Ersatz der Heizung, Erneuerung der Fassade, Fenster usw.). Zudem werden sich fossile Energieträger durch steigende Abgaben und Lenkungssteuern in den nächsten zehn Jahren signifikant verteuern.

Darüber hinaus sind energetische Sanierungen ein wichtiger Bestandteil zum Substanz- und damit zum Werterhalt, was sich bei einem späteren Verkauf der Immobilie positiv auszahlt. Sanierungskosten lassen sich zudem vom steuerbaren Einkommen abziehen. Und letztlich gibt es noch Unterstützung vom Staat. So wurden von 2010 bis 2018 im Rahmen des Gebäudeprogramms insgesamt 1,7 Mia. Franken Förderbeiträge gesprochen. Der grösste Teil wurde für die Wärmedämmung (60%) sowie für die Installation effizienter Haustechnik (20%) ausbezahlt.

Gibt es Wärmeverluste an mehreren Stellen, empfiehlt sich eine Gesamtbetrachtung durch einen GEAK Plus. Dieser stellt sicher, dass alle jetzigen und allfällig späteren Massnahmen aufeinander abgestimmt sind und bei einer Etappierung keine unnötigen Ausgaben entstehen. Insbesondere Heizung, Fassadenisolation und Fenster sollten nicht unabhängig voneinander in Angriff genommen werden.