Lag es am Vollmond oder am Alter, dass die Winterwanderung mit einigen kleinen Hindernissen begann? Beim Bahnhof Netstal kämpfte Werner mit dem Billettautomaten und in Näfels haderte Ruth 1 mit der Parkingpay-App. Für ein bisschen Unruhe sorgte auf Kante 4 in Ziegelbrücke Ruth 2. Sie erschien einfach nicht. Nach einem Telefonanruf war klar: sie hatte sich für die Wanderung nicht an- sondern abgemeldet. Die schusselige Frau Obmann Käthi hat das Mail nicht so genau gelesen … Doch schon auf der Busfahrt ins Arvenbüel herrschte dann eitel Freude. Diese steigerte sich noch auf dem Weg zum Chapf. Beim Rekognoszieren vor zwei Wochen, herrschte tiefer Winter und beissende Kälte samt Schneefall – jetzt war der Weg aper und die Luft angenehm warm.
Auf dem Aussichtspunkt Chapf (1288 m ü. M.) konnte Frau Obmann ihren Fauxpass mit Ruth 2 wieder ausbügeln: Ihre Eiercognac-Flasche war im Nu leer. Und die acht Netstaler Turnveteranen und -innen waren nicht etwa voll, sondern voller Turnerfest-Erinnerungen. Bei schönstem Frühlingswetter marschierten sie zurück zum Hotel Arvenbüel. Das vorzügliche Mittagessen liess noch mehr turnerische und nächtliche Erinnerungen aufkommen. Auf jeden Fall wurde die Rückreise um eine Stunde verschoben. «Das ist doch der Sinn der Turnveteranen- und Turnveteraninnen Vereinigung, miteinander in Erinnerungen zu schwelgen und die Kameradschaft zu pflegen», fasste Alt-Obmann Ueli kurz und bündig diesen gemütlichen Frühlings-Anlass zusammen.




