Wo liegt denn da die Messlatte in Glarus Süd?

Die Altersversorgung in Glarus Süd, namentlich die Alters- und Pflegeheime im Verbund mit der Spitex Sernftal, steckt unzweifelhaft in einer existenzbedrohenden Krise. Dieses Fiasko eingeleitet und zu dieser Krisensituation weiterentwickelt, hat als oberster Verantwortlicher der Verwaltungsratspräsident von der heutigen Glarus Süd Care.



Wo liegt denn da die Messlatte in Glarus Süd?

Es ist nun so weit, dass die Rechnung 2024 dieser Institution schon das zweite Mal nicht abgenommen und schon vorher eine Untersuchung von der Gemeindeversammlung beschlossen wurde. Dabei soll untersucht werden, was zu dieser Misswirtschaft (Vetternwirtschaft?) geführt hat. Je nachdem sind rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen zu prüfen und allenfalls einzuleiten. Katastrophal und erbärmlich ist es aber sowieso. Nun verlässt gemäss Mitteilung des Gemeinderates der Kapitän Hanimann (er ist nicht allein für die heutige Situation verantwortlich, aber einer der Hauptverantwortlichen), das sinkende Schiff per Ende der Amtsdauer 2026. Leider natürlich viel zu spät! Für einen Neuanfang müssen aber unbedingt noch weitere personelle Veränderungen herbeigeführt werden.

Hoffentlich ist es ein Alltags-Ausrutscher, dass Rolf Hanimann für die Hinterlassung von exorbitanten Jahresverlusten, die Zerschlagung funktionierender Heimstrukturen, die Entgleisungen in Personalfragen, die Einsetzung von teuren Mandatsträgern, Beratern und Einflüsterern sowie extrem gestiegener Verwaltungsrats-Kosten vom Gemeinderat noch gelobt wird. Wobei, man plant ja tatsächlich eine offizielle Verabschiedung. Ich hoffe, falls da Kosten entstehen, dass jede/r seine Konsumation aus der eigenen Tasche bezahlt, nicht dass die Öffentlichkeit so ein «Miseren-Fest» finanzieren muss. Und Geschenke gibt es wirklich keine zu verteilen – im Gegenteil!  

Der Gemeinderat singt Rolf Hanimann für sein hohes persönliches Engagement sowie seinen stetigen Einsatz eine Lobeshymne und ehrt ihn dafür mit «besonderer Anerkennung» wie auch mit «Wertschätzung». Ich frage mich da, wo sich der Gemeinderat Glarus Süd die eigene Messlatte setzt, wenn das Wirken von Rolf Hanimann besondere Anerkennung und Wertschätzung verdient? Reichen in unserer Gemeinde «Dabeisein» und «Misswirtschaft» aus, um hochgejubelt zu werden? Was haben wir als Bevölkerung in Glarus Süd von unseren Behörden und Angestellten zu erwarten, wenn die Messlatte für Lob und Anerkennung eher unter als über Null liegt? Verwundert es da jemand, wenn die Finanzen vermeintlich nur noch über höhere Steuern ins Lot gebracht werden können? Es wird immer dunkler im südlichen Teil des Tales! Die Parteien merken dies aufgrund ihrer verschlossenen Augen gar nicht, denn sie meinen scheinbar, Teil dieses «Gefolgschaftsvereins Glarus Süd» sein zu müssen.