Wolf im Glarnerland

Erneut wurde ein Wolf oberhalb Mollis festgestellt. Seine Spur konnte bis Haslen verfolgt werden. Diese rasche grossräumige Verschiebung zeigt die Notwendigkeit, im ganzen Kanton Herdenschutzmassnahmen zu ergreifen.

Eine Informationsveranstaltung zu Grossraubtieren und Herdenschutz für die Glarner Landwirte ist für den 2. März 2017 geplant.

 




Am Mittwoch, 4. Januar 2017, wurde von Passanten ein Wolf im Gebiet Mullern oberhalb von Mollis beobachtet und fotografiert. Der zuständige Wildhüter verfolgte die Spur im Schnee auf der Suche nach organischem Material wie Kot, Urin oder Haaren zur genetischen Identifizierung des Tieres. Leider war die Suche erfolglos. Am späten Abend wurde der Wolf in der Nähe von Sool von einem Autofahrer beobachtet. Der Wildhüter folgte erneut der Spur, welche sich im Eidgenössischen Jagdbanngebiet Kärpf in der Region Tannenberg, Haslen, verlor. Auch bei dieser zweiten Suche konnte kein organisches Material gefunden werden. Es kann daher nicht festgestellt werden, ob es sich beim Wolf um das gleiche Tier handelt, welches im letzten September oberhalb Mollis beobachtet wurde oder ob ein anderes Individuum den Weg ins Glarnerland gefunden hat.

Herdenschutzmassnahmen werden im ganzen Kanton empfohlen

Die erneute Feststellung eines Wolfs zeigt deutlich die Notwendigkeit zur Umsetzung eines effizienten Herdenschutzes durch Nutztierhalter, und zwar auch auf den Heimbetrieben. Die grossräumige Verschiebung des Wolfs innerhalb weniger Stunden von Mollis bis Haslen führt eindrücklich vor Augen, dass Herdenschutzmassnahmen flächendeckend im ganzen Kanton angewendet werden sollten. Die Verantwortlichen des Kantons für den Herdenschutz planen am 2. März 2017 die Durchführung einer Informationsveranstaltung betreffend Herdenschutz und Grossraubtieren.