Im Glarnerland ist nicht nur Interesse für klassische oder unterhaltende Musik, für Theater oder Literatur sowie bildende Kunst vorhanden, nein, es gibt auch Tanzvorführungen. Eine Kunstgattung, die sonst wohl eher zu kurz kommt, wurde einen ganzen schönen Abend lang „gelebt“.
Glarner Tanzschüler von Anya Fischli
Das Vorprogramm, das eine halbe Stunde dauerte, wurde bestritten von den Tanzschülerinnen und Tanzschülern von Anya Fischli, die später dann auch bei der „Siwind Dancecompany“ mittanzte. Da gab es Pirouetten und Spagate, keine Flic-Flacs allerdings, aber trotzdem beeindruckende und einfach schön anzusehende Bewegungen zur modernen Unterhaltungsmusik. Dance, Pop, Rock und Hardrock waren nebst anderen die vorherrschen-
den Musikstile des ganzen Abends. Die etwa 40 Kinder gaben ihr Bestes und durften sich nach getaner Arbeit die Performance der „Grossen“, der „Hauptstars“, in der ersten Reihe ansehen.
„Siwind Dancecompany“ in Bestform
Die „Siwind Dancecompany”, bestehend aus sechs noch jungen Frauen, zeigten in 12 Kurzchoreografien, die seit der Gründung der Gruppe erarbeitet wurden, Themen wie Ausgrenzung, Aufeinander zugehen, Hoffnung, Verstanden werden usw.
Angefangen hatte alles mit einem babylonischen Stimmengewirr an der Bühnenrampe. Das Publikum verstand kein Wort. Die oben erwähnten Musikstile erklangen und brachten Leben auf die Bühne. Da gabs mal eine Solo-Tanzeinlage, da erklang mal ein künstlicher Herzschlag, und die auf dem Boden liegende wurde „reanimiert“. Auch zu so noch nie gehörter Pianomusik wussten sich die Tänzerinnen künstlerisch auszudrücken, und als sie als Buschfrauen auf die Bühne zurückkehrten, gabs im eher jungen Publikum Jubel und Bravorufe. Die auf den Boden fallenden Strohhalme wurden unter fremdländischem Selbstgespräch fortgewischt. Eine weitere Nummer galt der Partyszene und dem Modelbusiness, die sie auf die Schippe nahmen. Ein farbiges Programm, das keine Langeweile aufkommen liess.





