Zeitreise in die Vergangenheit

Donatoren des FC Schwanden besichtigten vor der HV das Therma-Schaulager in Schwanden, erfahren vieles aus der bewegten Firmengeschichte und werden nach der Versammlung kulinarisch verwöhnt.




100 Jahre Entwicklungsgeschichte elektrischer Haushaltgeräte durfte Thomas Schätti den Donatoren des FC Schwanden bei ihrem Besuch im Therma-Schaulager an der Sernftalstrasse in Schwanden vorstellen. Sie repräsentiert ein bedeutendes Stück Schweizer Wirtschafts- und Designgeschichte.

Für die einen, welche im damaligen Werk Schwanden – mit über 1000 Angestellten in der Blütezeit nach dem zweiten Weltkrieg – ihre Berufslehre absolviert oder auch in diesem angesehenen Betrieb gearbeitet oder durch ein Familienmitglied verbunden waren, ein absolutes Déjà-vu.

Mittelfristig soll dann – auch mit Unterstützung ehemaliger Therma-Mitarbeiter – eine Ausstellung gestaltet werden.

Über 300 Haushaltgeräte – von 1907 bis 1970

1907 gründete Samuel Blumer, ein technisch versierter Autodidakt im Umgang mit der aufkommenden Elektrizität, zusammen mit Niklaus Zweifel die Therma AG in Schwanden. Hergestellt wurden von Beginn weg vor allem elektrische Bügeleisen, Kleinkochgeräte und Zimmerheizöfen. Später kamen Kochherde, grössere Zimmerheizöfen und Heizkörper in Eisenbahnwagen dazu, ab 1912 zudem elektrische Heisswasserspeicher. Der erste Weltkrieg führte zu einer Verknappung von fossilen Brennstoffen und beflügelte die Nachfrage nach elektrischen Alternativen.

Thomas Schätti konnte den Interessierten einige Trouvaillen aus der Zeit präsentieren und die Zeitreise in die Vergangenheit kompetent vermitteln.

Electrolux schenkt 2015 der Stiftung Pro Schwanden und Umgebung eine einmalige Sammlung von historisch wertvollen Therma-Haushaltgeräten, als die Produktion im Werk Schwanden im Sommer 2015 eingestellt wurde.

Wenn jetzt irgendwo noch alte Therma-Geräte vor sich «hinmotten», dann ist die Stiftung gerne Abnehmer für solche Sachen (z.B. alte Einbauherde der Reihe Alpha, Beta, Gamma etc., etc.)

Ausgaben gaben an der HV zu reden

Wie gewohnt speditiv leitet Präsident Hansjürg Gredig die eher mässig besuchte, 29. HV im Clubhaus des FC Schwanden.

Eingangs gedachte die Versammlung in einer Schweigeminute des viel zu früh verstorbenen Donatorenmitglieds der ersten Stunde, Peter Menzi.

Das Protokoll der letztjährigen HV und der Jahresbericht des Präsidenten werden einstimmig genehmigt.

Durch Fragen betreffend Ausgaben in der von Kassier Urs Loser sauber geführten Jahresrechnung, welche allerdings in den Statuten klar geregelt sind, zog sich die Versammlung für einmal etwas in die Länge.

Ebenfalls sollen die 69er-Mitglieder in Zeiten der sozialen Medien vermehrt über die Belange in der Donatorenvereinigung informiert werden.

Ein weiteres Thema waren die im zweijährigen Turnus durchgeführten, jeweils von den Teilnehmenden selber bezahlten Donatorenreisen (2020 nach Kopenhagen). Hier wird ebenfalls nach Lösungen gesucht (z.B. nur noch Kurz-Ausflüge in der Schweiz oder Städtereisen in Kleingruppen usw.).

Mit dem besten Dank an die Donatoren durfte der Präsident dann überleiten zu einem feinen 4-Gang-Menü aus der Küche um Güscht Böni und seiner Crew, welche sich durch die «Zeitüberschreitung» nicht irritieren liessen.