ZIGERMEET 19 – Die grösste Flugshow der Schweiz begeisterte Jung und Alt

Die grösste Flug- und Aviatik-Show in der Schweiz, das ZIGERMEET 19, feierte bereits über das Wochenende die 7. Auflage und ging am Samstagabend auf dem Flugplatz in Mollis bei schönsten Spätsommertagen und angenehm warmen Temperaturen zu Ende. Für die Organisatoren war der Event ein weiterer Grosserfolg und forderte vor allem im Bereich Logistik den Verantwortlichen alles ab. Geschätzte 30 000 Zuschauer kamen während den zwei Tagen inmitten einer fantastischen Bergkulisse in den Genuss einer Flugshow der Superlative.



Die grösste Flugshow der Schweiz ist bereits wieder Geschichte. Es war in jeder Beziehung ein Anlass der Superlative mit Piloten, Flugzeugen und Zuschauern aus allen Herren Ländern. Die Organisatoren des ZIGERMEET 19 dürfen wie schon beim letzten Mal erneut einen Grosserfolg verbuchen und gleichzeitig einen neuen Publikumsrekord verzeichnen. Geschätzte 30 000 Aviatik-Fans mit Kind und Kegel, teils bewaffnet mit Fotokameras und Teleobjektiven aller Grössen, pilgerten am vergangenen Freitag und Samstag aus allen Himmelsrichtungen kommend auf den Flugplatz in Mollis. Die SBB zeigte sich flexibel und organisierte kurzfristig diverse Extrazüge, welche die vielen Besucher nach Näfels-Mollis oder nach Netstal fuhren. Viele der Besucher fuhren mit dem Auto ins Glarnerland, mussten aber schon frühzeitig erkennen, dass die Enge des Tales und die Parkierungskapazitäten im Kanton Glarus leider Gottes für einen solchen Anlass nicht ausreichen. So kam es, wie es kommen musste: Staus auf der Nationalstrasse A3 bis nach Bilten und ebenfalls auf allen Nebenstrassen in Richtung Glarnerland waren vorprogrammiert. Der veritable Verkehrskollaps war perfekt und es lief auf den Verkehrswegen überhaupt nichts mehr, obwohl die Kantonspolizei Glarus alles versuchte, der Misere Herr zu werden. Viele der Meetings-Besucher mussten nach langem Warten deswegen auf einen grossen Teil des Flugprogramms verzichten, was bei einigen genervten Fahrzeugführern einige Kritik auslöste. Zu Kritik führte auch die Tatsache, dass statt mehrere Verpflegungsstände nur drei Food-Center für das leibliche Wohl der vielen Zuschauer zur Verfügung standen. Es waren zwar zusätzliche Verpflegungsstände verteilt auf die ganze Länge des Rollfeldes vorhanden, aber dort gab es nur Nussgipfel. Hier müssen sich die Organisatoren für zukünftige ZIGERMEETs einige Gedanken machen, wie sie solche Probleme stemmen. Nichtsdestotrotz lief die tolle Veranstaltung, welche in den letzten Jahren immer grösser wurde, gerade wegen der guten Organisation ohne nennenswerte Probleme reibungslos und vor allem unfallfrei über die Bühne.

Am Freitag 10 000 und am Samstag 20 000 Zuschauer

Vom SBB-Bahnhof in Netstal bewegten sich schon am Samstag frühmorgens ganze Völkerscharen in Richtung Flugfeld oder stiegen auf die nahegelegenen Hügel ausserhalb der zahlungspflichtigen Zonen, andere bezahlten anstandslos ihr Eintrittsgeld. So gesehen kamen zweifellos alle auf ihre Kosten. Zusätzlich sorgte an beiden Tagen ein sensationelles, spannendes Flugprogramm, welches zweifellos zu den besten gehört, was Aviatik-Freunde in den letzten Jahren zu sehen bekamen. Auf dem ehemaligen Militärfluglatz in Mollis hatten die vielen Besucher die Gelegenheit, aktuelle und historische Flugzeuge und Helikopter hautnah zu erleben, und dies inmitten einer einmaligen Glarner Bergkulisse. Einer der vielen Spotter äussert sich beinahe euphorisch.: «Was für ein tolles Flugmeeting hier in Mollis und dazu noch in dieser sensationellen Bergwelt – was will man mehr – da schlägt das Herz eines jeden Spotters!» Neben dem Flugspektakel hatten die Zuschauer unter anderem auch die Möglichkeit, sich über die Kandidaten für die Anschaffung eines neuen Kampfflugzeuges für die Schweizer Armee zu informieren.

Grosses Interesse für den Static Display

Aber auch das Static Display auf dem grossen Parkfeld vor den Hangars der RUAG und der COPTER erlebte einen Riesenandrang. Kein Wunder, betrachtet man die Anzahl und die Qualität der ausgestellten Flugzeuge. Wie schon am Freitag stiess der Airbus A400M «Atlas» der Deutschen Luftwaffe schon aufgrund seiner riesigen Ausmasse wiederum auf grosses Interesse. Gleich daneben standen der Airbus Eurofighter und der Airbus Eurofighter (Mockup), die Bell 47G3 von der Historic Helicopter Group. Grosse Aufmerksamkeit weckte auch die Bombardier Challenger 650 von der REGA, gleich daneben der Rettungshelikopter der REGA, die Cessna 551 «Citation II» von der Swedisch Air Force Historic Flight. Sensationell die Anwesenheit der Lockheed Martin F-35, ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug, der US-Streitkräfte. Aber auch die Dassault Rafale C der Französischen Luftwaffe und die Mil Mi-171 der Kroatischen Luftwaffe fanden nicht weniger Beachtung.