Zopfi ist erster Glarner Grüne in Bundesbern

Die Gesamterneuerungswahlen im Kanton Glarus haben für ein spezielles Resultat geführt. Neben den Bisherigen Martin Landolt und Thomas Hefti schickt das Glarner Stimmvolk neu Mathias Zopfi anstelle von Werner Hösli ins Stöckli.



Mathias Zopfi schreibt weiter Glarner Politik-Geschichte: Nachdem er im letzten Jahr als erster Grüner zum Landratspräsident gewählt wurde, ist er nun seit heute Nachmittag auch der erste Grüne, der aus dem Glarnerland nach Bundesbern geschickt wird. In der Wahl zum Ständerat konnte er sich mit rund 250 Stimmen gegenüber dem bisherigen SVP-Ständerat Werner Hösli durchsetzen. Unangefochten dagegen der bisherige FDP-Ständerat Thomas Hefti mit 7544 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 4973 Stimmen. Einen ähnlich historischen Schritt verpasste Priska Grünenfelder im Nationalrat dagegen klar. Hier obsiegte der bisherige Martin Landolt mit 6396 Stimmen gegen 2861 Stimmen klar. Grünenfelder ist erst die zweite Glarner Frau, die für das nationale Parlament kandidierte. Somit schickt der Kanton Glarus weiterhin nur Männer nach Bern. Auffallend bei einer durchschnittlichen Stimmbeteiligung von nur 40 Prozent, der Unterschied in den einzelnen Gemeinden: In Glarus Nord gingen nur rund 35 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne, wogegen in Glarus Süd die Beteiligung bei 46 Prozent beim Nationalrat und fast 50 Prozent beim Ständerat lag. Glarus liegt hier mit 41 respektive 43 Prozent in der Mitte.