Zu der Wahl Gemeinderpräsident Glarus Nord

ie Faktenlage ist klar dokumentiert. Am 22. Februar 2024 informierte die Gemeinde Glarus Nord offiziell, dass Gemeindepräsident Thomas Kistler per 31. Juli 2024 zurücktritt, obwohl seine Amtsdauer bis 30. Juni 2026 vorgesehen war. Der Rücktritt erfolgte aus persönlichen Gründen. Damit endete seine politische Verantwortung für die operative Führung der Gemeinde vorzeitig. Wie er später am 2. Juli 2024 öffentlich bekanntgab, weil er gesund bleiben wollte.

Seither trägt Fritz Staub die präsidiale Verantwortung.



Zu der Wahl Gemeinderpräsident Glarus Nord

In der öffentlichen Debatte fällt auf, dass Thomas Kistler seinen Nachfolger wiederholt kritisiert und dabei den Eindruck von Stillstand oder mangelhafter (nicht ordnungsgemässer)Führung vermittelt. Gleichzeitig ist logisch, dass ein Präsidiumswechsel die Übernahme zahlreicher laufender Dossiers mit sich bringt. Diese Geschäfte entstehen nicht neu, sondern stammen aus der vorangehenden Amtsführung und müssen geordnet weitergeführt werden. Wie viele grössere Baustellen Herr Kistler dabei hinterlassen hat, kann nur er selbst oder wenn er dürfte Fritz Staub beantworten. 

Samuel Zingg erklärte noch im Bericht vom 22. Januar 2026 selbst, es fehle ihm an Exekutiverfahrung. Die gleichzeitig geführte Debatte am 22.Januar 2026 von bspw. Ruedi Schwitter über die nötige Führungserfahrung und Managementqualifikationen für das Präsidium bestätigt die sachliche Relevanz dieses Punktes. Eine fehlende Exekutivpraxis verschwindet auch bei Samuel Zingg nicht über Nacht. Ausserdem ist er als Schulleiter für ein Schulhaus in Glarus Mitte verantwortlich und für den gesamten Bereich Bildung, diesen führt nämlich Marco Schifferle als Hauptschulleiter. Die von Ruedi Schwitter genannten Qualifikationen bringt er also kaum mit, so sehr er seine drei Jahre als Schulleiter auch verkaufen mag, zudem hat er über Nacht auch keine Exekutiverfahrungen gemacht. 

Die belegbaren Tatsachen zeigen einen vorzeitigen Rücktritt Kistlers aus besagten Gründen, eine sachlich begründete Selbsteinschätzung Zinggs zur fehlenden Exekutiverfahrung und eine unter Staub gewährleistete Führungsstärke, welche sogar vom Bereichsleiter Finanzen Thomas Kühnis mit seinem Leserbrief bestätigt wurde. 

Unter Fritz Staubs Führung wurde eine Steuerstrategie für die kommenden Jahre verabschiedet, welche keine Steuererhöhungen mit sich bringt, ob dies mit einem linken Sozialpolitiker der Fall wäre, ist zumindest stark zu bezweifeln. 

Ich wähle Fritz Staub, weil die Gemeinde endlich geführt und nicht mehr kistlerisch verwaltet wird. Stillstand und zurück zum Kistler’schen Stil würde wohl eher die Wahl von Samuel Zingg bedeuten.